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Die Idee

Sich mit der eigenen Vergänglichkeit, mit dem Sterben und dem Tod geliebter Menschen auseinanderzusetzen, gehört zu den großen Aufgaben jedes Menschenlebens. Mit ihrem Projekt Leben mit dem Tod will die Körber-Stiftung helfen, Sprachlosigkeit zu überwinden und zu einem bewussten Umgang mit der eigenen Endlichkeit ermutigen.

Menschen sterben. Diese unumstößliche Tatsache begleitet seit jeher jedes Menschenleben. Während es für andere zentrale Lebensthemen Sprach- und Verhaltenscodes gibt, herrscht im deutschen Kulturraum angesichts des Todes oft Sprachlosigkeit. Wie soll, wie kann man über etwas sprechen, das besetzt ist mit Angst und Unsicherheit, mit Schmerz, Trauer und Verlust? Doch das kollektive Schweigen erschwert es den Sterbenden und dem Umfeld, einen souveränen Umgang mit dem Tod zu finden und, wenn möglich, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.

Wer das eigene Ende verdrängt, wird auch das Alter nur schwer akzeptieren. Wenn Gesundheit und Kraft nachlassen, wird das Lebensende spürbarer. In einer immer älter werdenden Gesellschaft, die geprägt ist von geburtenstarken, jetzt alt werdenden Jahrgängen, wird eine wachsende Zahl von Menschen mit dieser Wahrnehmung konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund regt die Körber-Stiftung zur bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit an. Wir fragen nach den individuellen Wünschen, Bedürfnissen, Hoffnung und Ängsten unserer kulturell vielfältigen Gesellschaft.

Mit Veranstaltungen, künstlerischen Auseinandersetzungen und Publikationen ermutigen wir, über Tod und Sterben, Abschied und Trauer zu sprechen und sie als zum Leben zugehörig anzuerkennen. Das Lebensende wird zum Gegenstand für einen individuellen und gesellschaftlichen Dialog gemacht, der dem Einzelnen wie auch Institutionen einen neuen und ganzheitlichen Umgang mit Tod und Sterben eröffnet.

Publikation

Ina Schmidt: Über die Vergänglichkeit

Eine Philosophie des Abschieds

Veränderung, Endlichkeit, Vergänglichkeit begegnen uns beständig, oft mitten im Alltag – zuletzt mit dem Tod. Die Philosophin Ina Schmidt zeigt, dass wir in kleinen wie in großen Abschieden lernen können, dem Phänomen der Vergänglichkeit bewusst gestaltend und reflektierend zu begegnen.

Edition Körber, 2019

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Meldungen


Meldung

Die neue Veranstaltungsreihe von Hamburg Leuchtfeuer und Körber-Stiftung trägt den Titel »Mitten im Leben…«. Zum Auftakt traf NDR-Moderatorin Inka Schneider die Schauspieler-Familie Maertens im Hamburger Thalia Theater zu einem sehr persönlichen Gespräch über vier außergewöhnliche Leben.

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Meldung

Der Ansturm auf die Ausstellung »Trauern. Von Verlust und Veränderung« in der Hamburger Kunsthalle war groß. Etwa 700 Besucher kamen zur Eröffnung. Die Körber-Stiftung unterstützt die Ausstellung im Rahmen ihres Projektes »Leben mit dem Tod«. Beide Institutionen möchten Tabus aufbrechen, die auf den Themen Sterben, Tod und Trauer liegen.

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Kontakt

Standort:
Bergedorf
Gräpelweg 8
21029 Hamburg (Bergedorf)

Doris Kreinhöfer
Stv. Leiterin im Haus im Park
Leben mit dem Tod

Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 16
E-Mail kreinhoefer@koerber-stiftung.de

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