X

Das letzte Tabu

Vor vollem Haus berichteten Annelie Keil und Henning Scherf von ihrem Umgang mit dem Tod. Ihr Erfahrungsreichtum, ihr Alter und auch ihre sehr unterschiedlichen Geschichten machen Keil und Scherf zu einem sehr glaubhaften Gespann, um sich der Themen Tod und Sterben anzunehmen. Mit der Erzählung privater Ereignisse stimmten sie das Publikum auf die Auseinandersetzung ein und öffneten den Blick für das, was die Gesellschaft und der Einzelne brauchen, um gut mit der Endlichkeit und letztlich gut mit dem Leben umgehen zu können.

Henning Scherf berichtete von seiner  Alterswohngemeinschaft, die unerwartet früh mit dem Sterben einer Mitbewohnerin konfrontiert wurde. Seine Erkenntnis aus dieser Zeit: Das Wichtigste ist, sich der Begegnung mit dem Lebensende zu stellen, da zu sein und Sterbende nicht allein zu lassen. Und das könne jeder.

Annelie Keil, die wesentlich zur Entwicklung der Palliativ Care-Bewegung in Deutschland beigetragen hat, rief dazu auf, das Thema und den Umgang mit dem Sterben nicht allein den Profis zu überlassen. Sie plädiert dafür, sich selbst verantwortlich für das »gute« Sterben von Freunden und Angehörigen zu machen:  »Niemand weiß, wie man richtig stirbt. Wichtig ist es, Räume zu öffnen.«  Denn unsere Gesellschaft brauche Nähe, Sprache und Miteinander, damit Altwerden und Sterben einen Platz in der Mitte der Gesellschaft finden.

Das ganze Gespräch finden Sie in unserer Mediathek

 

 

Kontakt

Standort:
Bergedorf
Gräpelweg 8
21029 Hamburg (Bergedorf)

Doris Kreinhöfer
Stv. Leiterin im Haus im Park
Leben mit dem Tod

Telefon +49 • 40 • 72 57 02 - 16
E-Mail kreinhoefer@koerber-stiftung.de

to top