Leben mit dem Tod

Sich mit der eigenen Vergänglichkeit, mit dem Sterben und dem Tod geliebter Menschen auseinanderzusetzen, gehört zu den großen Aufgaben jedes Menschenlebens. Mit ihrem Projekt Leben mit dem Tod will die Körber-Stiftung helfen, Sprachlosigkeit zu überwinden und zu einem bewussten Umgang mit der eigenen Endlichkeit ermutigen.

Menschen sterben. Diese unumstößliche Tatsache begleitet seit jeher jedes Menschenleben. Während es für andere zentrale Lebensthemen Sprach- und Verhaltenscodes gibt, herrscht im deutschen Kulturraum angesichts des Todes oft Sprachlosigkeit. Wie soll, wie kann man über etwas sprechen, das besetzt ist mit Angst und Unsicherheit, mit Schmerz, Trauer und Verlust? Doch das kollektive Schweigen erschwert es den Sterbenden und dem Umfeld, einen souveränen Umgang mit dem Tod zu finden und, wenn möglich, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen.

Wer das eigene Ende verdrängt, wird auch das Alter nur schwer akzeptieren. Wenn Gesundheit und Kraft nachlassen, wird das Lebensende spürbarer. In einer immer älter werdenden Gesellschaft, die geprägt ist von geburtenstarken, jetzt alt werdenden Jahrgängen, wird eine wachsende Zahl von Menschen mit dieser Wahrnehmung konfrontiert.

Vor diesem Hintergrund regt die Körber-Stiftung zur bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit an. Wir fragen nach den individuellen Wünschen, Bedürfnissen, Hoffnung und Ängsten unserer kulturell vielfältigen Gesellschaft.

Mit Veranstaltungen, künstlerischen Auseinandersetzungen und Publikationen ermutigen wir, über Tod und Sterben, Abschied und Trauer zu sprechen und sie als zum Leben zugehörig anzuerkennen. Das Lebensende wird zum Gegenstand für einen individuellen und gesellschaftlichen Dialog gemacht, der dem Einzelnen wie auch Institutionen einen neuen und ganzheitlichen Umgang mit Tod und Sterben eröffnet.

Meldungen

– Meldung

Was wäre, wenn heute der letzte Tag meines Lebens wäre? Was möchte ich noch unternehmen oder erledigen? Wen möchte ich treffen? Die Web-App »Der letzte Tag« bringt Menschen durch persönliche Fragen dazu, sich auf spielerische Art und Weise mit dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen.

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– Meldung

Die Wanderausstellung »Dialog mit dem Ende« wird sich pandemiebedingt erst im Jahr 2022 auf den Weg machen. Deshalb haben sich die Initiatorinnen und Initiatoren der Ausstellung etwas einfallen lassen.

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Ausstellung

Dialog mit dem Ende

Eine Ausstellung über die Endlichkeit und das Leben

»Wollen Sie ewig leben?«, »Wofür wollen Sie erinnert werden?« oder »Gibt es einen schönen Tod?«

Fragen wie diese begleiten die Besucher/innen durch die Ausstellung Dialog mit dem Ende.

Die Ausstellung zeigt anhand eindrücklicher filmischer Porträts und Fotografien Menschen, die ihre Gedanken und Gefühle zum Thema Sterben teilen.

Website und weitere Informationen

Video

Publikation

Ina Schmidt: Über die Vergänglichkeit

Eine Philosophie des Abschieds

Veränderung, Endlichkeit, Vergänglichkeit begegnen uns beständig, oft mitten im Alltag – zuletzt mit dem Tod. Die Philosophin Ina Schmidt zeigt, dass wir in kleinen wie in großen Abschieden lernen können, dem Phänomen der Vergänglichkeit bewusst gestaltend und reflektierend zu begegnen.

Edition Körber, 2019

weitere Informationen und Bestellung

Kontakt

Standort:
Bergedorf
Gräpelweg 8
21029 Hamburg (Bergedorf)

Doris Kreinhöfer
Programmleiterin
Gut Leben im Alter

+49 • 40 • 72 57 02 - 16
kreinhoefer@koerber-stiftung.de

Sarah Kästner
Programm-Managerin
Dialog mit dem Ende

+49 • 40 • 72 57 02 - 39
kaestner@koerber-stiftung.de