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May-Britt und Edvard Moser erhielten den Körber-Preis 2014

Am 5. September überreichte die Körber-Stiftung im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses den mit 750.000 Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2014 an Prof. Dr. May-Britt und Prof. Dr. phil. Edvard Moser.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz begrüßten die geladenen Gäste. Ranga Yogeshwar präsentierte die Preisträger und ihr Forschungsprojekt.

May-Britt und Edvard Moser entdeckten in Experimenten mit Ratten bislang unbekannte Hirnnervenzellen, die den Nagern eine präzise Orientierung ermöglichen. Sogenannte Rasterzellen teilen, zusammen mit anderen Orientierungs-Neuronen, den Raum in ein imaginäres Koordinatensystem aus »Längen- und Breitengraden« auf. Diese Informationen dienen dem Gehirn zum Errechnen mentaler Landkarten. Damit konnten die beiden Hirnforscher vom Kavli Institute for Systems Neuroscience in Trondheim erstmals eine abstrakte Denkleistung auf zellulärer Ebene nachweisen. Die Erkenntnisse könnten auch Alzheimerpatienten eines Tages helfen, ihren krankheitsbedingt eingeschränkten Orientierungssinn zu verbessern. Der Körber-Preis wurde in diesem Jahr zum 30. Mal vergeben.

Verleihung des Preises


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