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Der Shoah entkommen

Die Studie »Das Überleben von Juden in Frankreich 1940-1944« des Historikers Jacques Semelin (Sciences Po, Paris) beruht maßgeblich auf biografischen Berichten von Zeitzeugen und Materialien aus französischen Archiven. Der Autor untersucht die große Bandbreite von Lebenswegen französischer und ausländischer Juden, die von den deutschen Besatzern und der kollaborierenden Vichy-Regierung verfolgt und bedroht wurden. Vielen von ihnen gelang es trotz des verbreiteten Antisemitismus und zahlreicher Denunziationen, ihrer Verhaftung, Deportation und Ermordung zu entgehen. Semelin schildert die Juden nicht allein als Verfolgte, sondern als Menschen, die ihr Leben unter extrem schwierigen Bedingungen weiterzuführen versuchten. Er analysiert sowohl die individuellen als auch die strukturellen Faktoren, dank derer es möglich war, dass 75% der Juden in Frankreich dem Holocaust entkamen. Er zeigt auch, dass Teile der nicht jüdischen französischen Zivilbevölkerung sich bewusst die Freiheit nahmen, den Anweisungen der diktatorischen Regime beider Länder zuwiderzuhandeln. Über das Überleben der Juden in Frankreich spricht Jacques Semelin mit dem Publizisten Jan Philipp Reemtsma. In Kooperation mit der Weichmann-Stiftung.

Moderation: Susanne Wittek

Veranstaltung in französischer und deutscher Sprache

Aufzeichnung vom 7. November 2018 im KörberForum
Aktuelles Veranstaltungsprogramm der Körber-Stiftung

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Informationen

Datum: 07.11.2018
Ort: Hamburg
Personen: Jacques Semelin, Jan Philipp Reemtsma, Susanne Wittek



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