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Human Mirrafati

Foto: Nima Lucius Mirrafati

Human Mirrafati wurde 1962 im Nord-Iran geboren. Im ersten Golfkrieg geriet er in irakische Kriegsgefangenschaft und verbrachte fünf Jahre im Gefängnis. Angesichts des enormen Leidens, das er dort erlebte, verlor er den Glauben an die Religion und bekannte sich zum Atheismus. Nach seiner Freilassung im Jahr 1990 wurde er wieder festgenommen und gefoltert, diesmal vom Iran. In der islamischen Republik wird der Abfall vom Glauben mit der Todesstrafe geahndet. Als Human Mirrafati die Hinrichtung durch Steinigung drohte, floh er 1992 nach Deutschland. Ein Jahr später wurde er hier gleich zweimal Opfer von rechtsradikaler Gewalt.

Während seiner Traumatherapie begann Human Mirrafati zu schreiben. Das Ergebnis ist sein Buch Verlorene Sterne, in dem er die Gewalt des Krieges, der Gefangenschaft, der Religion und der rechtsradikalen Übergriffe verarbeitet und verurteilt.

Human Mirrafati lebt als selbstständiger Tischler in Berlin. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. In Falkensee bei Berlin engagiert er sich für Geflüchtete in der Willkommensinitiative »Willkommen in Falkensee«.

Einmal im Jahr veranstaltet er das Persische Neujahrsfest, mit dem er kulturelle Verbindungen zwischen Einheimischen und Zugewanderten stiftet.

Ein Dokumentarfilm über sein Leben mit dem Titel The lost stars wird in diesem Jahr fertig gestellt.

Stand: 17.08.2020

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