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Jakob Preuss

Foto: privat

Jakob Preuss, geboren 1975 in Berlin, ist Dokumentarfilmer. Seine Filme, die er im Iran, Bosnien und der Ukraine drehte, wurden in über zehn Ländern gesendet und auf zahlreichen Festivals gezeigt. Sein Film »The Other Chelsea – Eine Geschichte aus Donezk« gewann den Adolf-Grimme-Preis. Im Januar 2017 premierte Preuss neuer Film »Als Paul über das Meer kam-Tagebuch einer Begegnung« beim Max-Ophüls Preis in Saarbrücken und beim Internationalen Film Festival in Rotterdam. Der Film erzählt die Fluchtgeschichte eines jungen Mannes aus Kamerun und die entstehende persönliche Verwicklung des Regisseurs. Der Film, der über die persönliche Geschichte auch Fragen zur Grenz- Migrations- und Asylpolitik aufwirft wurde durch das Zweite Deutsche Fernsehen, die Filmförderung Nordrhein-Westfalen und Nord-Media finanziert. Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher arbeitet Jakob auch immer wieder im politischen Bereich. So koordinierte er das Schreiben des Wahlprogramms für Bündnis 90/Die Grünen für die Europawahlen 2014 und arbeite als Europareferent im Deutschen Bundestag. Er war außerdem GUS-Referent für die NGO »Reporter ohne Grenzen« und beobachtete zahlreiche Wahlen in der ehemaligen Sowjetunion für die OSZE (Kasachstan, Kirigisen, Russland, Ukraine) und für die EU in der Demokratischen Republik Kongo. 2005 leitet Jakob für die International Organisation of Migration das Berliner Büro für das Out-of-Country Voting.

2014 gründete Jakob mit befreundeten Künstlern die Initiative GehtAuchAnders bei der sich Künstler mit politischen Themen auseinandersetzen und Position beziehen. In dieser Funktion nahm er an zahlreichen Diskussionsveranstaltungen zu Flucht und Migration teil – ein Thema mit dem er sich seit 2011 durch die Recherche für seinen Film intensiv beschäftigt.

Jakob hat eine Maitrise en Droit von der Sorbonne in Paris und einen Masters vom College of Europe in Natolin, Warschau. Nach seinem Studium war er Stipendiat der Robert-Bosch-Stiftung im Stiftungskolleg für Internationale Aufgaben,(Stagen bei der Europäischen Delegation in Moskau und dem Planungsstab im Auswärtigen Amt in Berlin). Nach dieser Erfahrung entschied er sich sein berufliches Leben zwischen dem Filmemachen und dem politischen Bereich aufzuteilen.

Stand: 17.03.2017

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