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Lucillle Eichengreen

Foto: Antonia Gern

Lucillle Eichengreen wurde 1925 als Cecilie Landau in Hamburg geboren. Sie besuchte dort die Israelitische Töchterschule, wo sie 1941 den Realschulabschluss machte. Im selben Jahr wurde sie zusammen mit ihrer Mutter Sara und ihrer Schwester Karin vom Hannoverschen Bahnhof aus ins Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert. 1944 wurde sie in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz und wenige Wochen später weiter in ein Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Hamburg verschleppt. Im April 1945 wurde sie im KZ Bergen-Belsen befreit. Sie überlebte den Holocaust als einziges Mitglied ihrer Familie. Nach dem Krieg emigrierte Eichengreen über Paris in die USA. 1991 reiste sie das erste Mal zurück nach Deutschland und besuchte auf Einladung des Hamburger Senats auch Hamburg. 1992 erschienen ihre in englischer Sprache verfassten und ins Deutsche übersetzten Memoiren unter dem Titel »Von Asche zum Leben. Erinnerungen«. Anlässlich der Ausstellung »In den Tod geschickt. Die Deportation von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945« zeichnete der damalige Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg Ole von Beust sie 2009 mit der Hamburgischen Ehrendenkmünze in Gold für ihre Verdienste um die Aufarbeitung und Vermittlung der Geschichte der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Hamburg aus. Eichengreen lebt heute in den USA.

Stand: 20.03.2017

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