Niels-Peter Rudolph

Foto: privat

Niels-Peter Rudolph, 1940 in Wuppertal geboren, ist Mitglied einer grösseren Theaterfamilie und studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften in Kiel und Berlin.

Anfang der Sechziger Jahre begann er seine Theaterlaufbahn als Regieassistent von Hans Schalla am Schauspielhaus Bochum, wo er ab 1963 eigene Inszenierungen zeigte. Es folgten Arbeiten in der ganzen Bundesrepublik. 1975 bis 1979 auch regelmäßige Inszenierungen am Württembergischen Staatsschauspiel Stuttgart während der Intendanz von Claus Peymann, darunter Werke von Botho Strauß und Carlo Goldoni.

1979-1985 war Niels-Peter Rudolph Intendant am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Seine Intendanz fiel mit umfangreichen Sanierungsarbeiten im Schauspielhaus zusammen, während derer er die Hamburger Kampnagelfabrik als Ausweichquartier erfand und zum Zentrum für vielbeachtetes experimentelles Schauspiel- und Musiktheater aufbaute.

Von 1985 an arbeitete er wieder als freier Regisseur für Oper und Schauspiel u.a. in Wien, Helsinki, St. Petersburg, München, Stuttgart und Berlin. Zwischen 1974 und 1983 wurden seine Inszenierungen regelmäßig zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Insgesamt war er dort achtmal vertreten.

Neben seiner Regietätigkeit war Niels-Peter Rudolph Professor für Musiktheater an der Folkwang-Hochschule Essen und ist zur Zeit Professor für Schauspielregie an der Theaterakademie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Stand: 23.08.2018

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