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Shirin Ebadi

Foto: Thomas Trutschel
© Photothek/Getty Images

Shirin Ebadi wurde 1947 in Hamadan im Iran geboren. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften in Teheran trat sie 1969 in das Justizministerium ein und arbeitete dort als erste Richterin in der Geschichte des Irans. Von 1975 bis 1979 war sie Richterin am Teheraner Stadtgericht.

Nachdem sie nach der islamischen Revolution 1979 ihres Amtes enthoben worden ist, wurde sie Rechtsanwältin und Dozentin an der Universität in Teheran.

Im Jahr 1994 war Shirin Ebadi Mitbegründerin der Organisation Society for Protecting the Child's Rights, die sich für die Rechte der Kinder im Iran einsetzt. 2002 gründete sie zusammen mit anderen Juristen ein weiteres Zentrum für Menschenrechte, das unter anderem Regimegegnern juristische Unterstützung anbot. Das Zentrum für Menschenrechte wurde 2006 von den iranischen Behörden geschlossen.

Shirin Ebadi ist heute als Anwältin und Menschenrechtlerin tätig und übernimmt vor allem Fälle von Liberalen und Dissidenten im Iran.

Seit 2009 lebt Shirin Ebadi im Exil. Ihren Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit trägt sie trotz aller Widrigkeiten auch von dort aus. Ihre Geschichte verarbeitet sie eindrucksvoll in ihrem 2006 erschienen Buch »Mein Iran. Ein Leben zwischen Revolution und Hoffnung« sowie in der 2016 veröffentlichten Fortführung »Bis wir frei sind. Mein Kampf für die Menschenrechte im Iran«.

Für ihr Engagement im Bereich der Menschenrechte erhielt Shirin Ebadi mehrere Auszeichnungen, darunter den Friedensnobelpreis im Jahr 2003, die Medaille der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch im Jahr 1996 und den Avicenna-Preis im Jahr 2012.

Stand: 11.03.2021

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