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Torsten Zugehör: Was vor Jahren undenkbar war, ist jetzt schon normal

Ein Beitrag zum Handlungsfeld »Lebendige Bürgergesellschaft«

Verrohung der Sprache, Angriffe auf die Wohnung – ein Bürgermeister erzählt

In Deutschland ist jeder zweite Bürgermeister schon einmal beleidigt, bedroht oder tätlich angegriffen worden – das hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung ergeben. Einer der Betroffenen ist Torsten Zugehör, Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Permanent, so erzählt er im Gespräch mit Diana Huth, wird er über soziale Netzwerke attackiert – hat aber auch schon üble Angriffe auf seine Wohnung und sein Auto erlebt. Für ihn fangen diese Grenzüberschreitungen mit einer Verrohung der Sprache an. Und die beginnt, so Zugehör, mit einer Leichtfertigkeit und unbedachten Schnelligkeit beim Texten und Senden.

Für Betroffene wie Torsten Zugehör hat die Körber-Stiftung in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden Deutschlands ein neues Online-Portal entwickelt: »Stark im Amt«. Es bietet Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern schnellen Zugang zu Kontakten und Angeboten, um Übergriffen vorzubeugen oder mit ihnen angemessen umzugehen. Das Portal wurde am 29.4. 2021 durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr freigeschaltet. Betroffene und Experten diskutieren Ursachen, gesetzliche und gesellschaftliche Konsequenzen.

Mehr Informationen zum Thema unter »Stark im Amt«.

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Datum: 26.04.2021
Länge: 00:29:42
Personen: Diana Huth



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