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  • Der Journalist Bernd Schüler von der biffy Berlin e.V. warf einen Blick auf die Wirkungsforschung des Mentorings.<br />(Foto: Körber-Stiftung)

  • - Meldung

    Mentorinnen und Mentoren »tauchen nach Perlen«

    Die eigene Biografie als Quelle von Ressourcen und Kompetenzen – dieses Thema stellte der 8. Hamburger Mentoringtag im KörberForum in den Mittelpunkt. »Im Tandem nach Perlen tauchen« hieß das Motto.

     

    Auch in diesem Jahr kamen wieder über 100 Mentorinnen und Mentoren zusammen, um sich bei Vorträgen, in Workshops oder auch Vernetzungsgesprächen über ihre Arbeit auszutauschen und Erfahrungen zu teilen.

    Gemeinsam die Perlen der eigenen Identität finden und erforschen – eine Metapher für das Mentoring, die sich in vielerlei Art und Weise interpretieren und weiterentwickeln lässt. Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens Stärken und Strategien, um ihr Leben zu meistern. Im Zuge einer immer komplexer werdenden Gesellschaft in Deutschland wird es auch für Mentoring-Initiativen ein immer größerer Aufgabe, mit den Mentees in ihrer eigenen Biographie nach versteckten Stärken und Talenten zu »tauchen«. Das Patenschaftsmodell, bei dem Mentor und Mentee gemeinsam nach Perspektiven suchen, um Fuß zu fassen und weiter zu gehen, sowie neue Fähigkeiten zu erlernen, erweist sich dabei als sehr erfolgreich. Wie persönliche kulturelle Hintergründe und Werte genutzt werden können, damit gegenseitige Unsicherheiten verringert werden können, war daher ein wichtiges Thema am diesjährigen Mentoringtag. Aber auch, wie etwa Traumata die eigenen »Perlen« unterdrücken können, wie damit umgegangen werden sollte und wie die entdeckten Ressourcen des Mentee nachhaltig gesichert werden können, wurde thematisiert.

    In seinem Eröffnungsvortrag warf der freie Journalist und Autor Bernd Schüler von der biffy Berlin e.V. einen Blick auf die Wirkungsforschung des Mentorings und referierte über Lernprozesse und Gelingensbedingungen solcher Tandems. Im Anschluss an den Vortrag wurde in sechs praxisorientierten Workshops diskutiert und weiter gearbeitet. Statt der klassischen abschließenden Podiumsdiskussion wurde in diesem Jahr erstmals auf Wunsch von Teilnehmenden aus den letzten Jahren die Möglichkeit der Vernetzung geboten, in dem am Ende Zeit für Vernetzungsgespräche in Gruppen und zum Erfahrungsaustausch blieb. Die Gespräche dienten auch der Qualitätsentwicklung der Mentoring-Programme und der Schaffung von neuen Strukturen, um das Projekt der Tandempartnerschaften weiter zu fördern.

    Der Mentoringtag wurde vom Mentor.Ring Hamburg e.V. durchgeführt und fand bereits zum 8. Mal im KörberForum statt. Der Mentor.Ring Hamburg e.V. ist ein Zusammenschluss von Hamburger gemeinnützigen Projekten im Bereich Kinder- und Jugendmentoring. Er dient als Plattform für fachlichen Austausch und zur Verbreitung der Mentoring-Idee.


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