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Meldung

»Die NATO wird ihre Vorgehensweise überdenken müssen«

In einem Gespräch mit der Körber-Stiftung betonte der russische NATO-Botschafter Alexander Gruschko, dass es im gemeinsamen Interesse von NATO und Russland liege, eine militärische Eskalation zu vermeiden. Die Verantwortung dafür sieht er jedoch bei der NATO, nicht bei Russland.

»Forderungen nach einer Deeskalation, der Risikominimierung und mehr Transparenz bei militärischen Aktivitäten sind vollkommen legitim«, sagt Gruschko. »Jedoch würde ich diese nicht an Russland richten, sondern eher an NATO-Mitglieder, die die Sicherheitsrisiken durch ihre eigenen Entscheidungen und Taten erhöht haben.«

Botschafter Alexander Gruschko hat am Rande der 53. Münchner Sicherheitskonferenz die Munich Young Leaders 2017 zum Gespräch getroffen. Er nahm dabei im Rahmen eines schriftlichen Interviews auch Stellung zu den derzeitigen Beziehungen zwischen der NATO und Russland. »Europas Sicherheit kann nicht ohne Russland oder gegen Russland, sondern nur zusammen mit Russland aufgebaut werden.« Früher oder später werde auch die NATO ihre Vorgehensweise grundsätzlich überdenken müssen, so Botschafter Alexander Gruschko.

»Die derzeitige Sicherheitslage ist unvorhersehbar und unbeständig. Allerdings ist es offenkundig, dass die Zukunft unserer gemeinsamen Sicherheit von unserer Fähigkeit abhängen wird, wie wir über institutionelle Grenzen hinweg in den Feldern, in denen wir gemeinsame Interessen haben, zusammenarbeiten. Dafür müssen wir das Erbe des Kalten Krieges überwinden – je früher desto besser.«

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