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Warschau 2016

Sechstes Annual Meeting der Munich Young Leaders Warschau, 30. Juni bis 2. Juli 2016

Im Rahmen der sechsten Reunion trafen sich die Munich Young Leaders Alumni aus allen bisherigen Jahrgängen vom 30. Juni bis 2. Juli im Vorfeld des NATO-Gipfels in Warschau. Die Reunion wurde auch dieses Jahr wieder von einem Team aus dem Kreis der Munich Young Leaders vorbereitet und organisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über aktuelle außen- und sicherheitspolitische Fragen und hatten die Gelegenheit zum Gedanken- und Meinungsaustausch mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern des Gastgeberlandes.

Die Welt blickt mit Sorge auf die Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Andauernde Wirtschaftssanktionen, Truppenübungen der NATO an der polnisch-russischen Grenze, Putins jüngste Ankündigung Russlands Kampfbereitschaft zu verstärken: Es herrscht eine politische Eiszeit.

In diesem Klima kam das westliche Verteidigungsbündnis NATO am 8. und 9. Juli 2016 in Warschau zusammen. Neben den derzeitigen Spannungen konnte  über Ideen zur NATO-Reform, die Konflikte im Nahen Osten und die Zukunft des NATO-Atomarsenals gesprochen werden.

Wie es weitergehen kann in der angespannten Situation zwischen Russland und seinen europäischen Nachbarn, beschäftigte auch rund 70 Munich Young Leaders Alumni aus Polen, Russland, Deutschland, der Ukraine und weiteren europäischen und außereuropäischen Ländern bei ihrem Jahrestreffen in Warschau. Zwei Tage lang diskutieren die jungen Expertinnen und Experten aus Regierungen, Parlamenten, Think Tanks, Medien und Unternehmen dort mit hochrangigen polnischen Vertreterinnen und Vertretern über aktuelle Herausforderungen der Außen- und Sicherheitspolitik. Den Auftakt machte der frühere polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski, der mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Handlungsoptionen in der Außen- und Nachbarschaftspolitik der EU erörterte.

»Wir Polen befinden uns in der Mitte, und unser Hauptaugenmerk liegt darauf, die Europäische Union zu stärken«, sagte Kwaśniewski. Ein »Polexit« stehe nicht zur Debatte, eine Mehrheit der Polen wolle in der EU bleiben. Der Ex-Präsident zeigte sich besorgt über die aktuellen Entwicklungen: »Das 20. Jahrhundert war eine Zeit der Paradigmen, das 21. Jahrhundert ist nun die Zeit der Paradoxe.« Der Brexit, Donald Trump als US-Präsidentschaftskandidat, ständig neue technologische Errungenschaften: Es sei nicht leicht, mit diesem »Chaos« zurechtzukommen.

Kommentar von Lorenz Hemicker, FAZ

Pressemitteilung der Münchner Sicherheitskonferenz

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