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Diskussion mit General Jones

München, 06.02.2010

General Jones war als einer der ranghöchsten US-Vertreter nach München gekommen. Kein Wunder also, dass er viel beschäftigt war und im Plenum bereits mit Bedauern feststellte, keine Zeit für Münchens schöne Restaurants und Kneipen zu haben. Für uns gab es immerhin ein 30-Minuten-Zeitfenster, in dem er sich zunächst für den Zustand der Welt entschuldigte, die seine Generation der unseren hinterlasse. Eine Welt, die seiner Meinung nach so schnell und komplex ist wie nie zuvor, und deren internationale Strukturen und Organisationen sich erst noch anpassen müssen an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Allen voran die NATO, die nach Meinung des Generals relevant bleiben, sich dafür aber verändern müsse. Der General beantwortete im Schnelldurchgang unsere Fragen zur sicherheitspolitischen Haltung der USA zu Iran, Russland und Afghanistan und gab uns für unsere weitere Arbeit seine Einschätzung mit auf den Weg, dass Visionen ohne Ressourcen nichts als Halluzinationen seien. Die 30 Minuten waren entschieden zu kurz.

Dieser Bericht wurde verfasst von Munich Young Leader Barbara Meincke, Referentin für Menschenrechtspolitik in der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. 

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