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Diskussion mit Karl-Theodor zu Guttenberg

München, 07.02.2010

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg diskutierte mit den Munich Young Leaders über Chancen und Herausforderungen mit Blick auf die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, in welchem Rahmen und Umfang sich die Bundeswehr künftig im Ausland militärisch engagieren solle.
Zu Guttenberg erläuterte den Strategiewechsel der internationalen Gemeinschaft beim Engagement in Afghanistan nach der Londoner Konferenz und sprach über Details zum neuen Mandat für den Einsatz der deutschen Bundeswehr. Hier stünde die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte nun im Vordergrund, damit in den nächsten Jahren eine Übergabe der Verantwortung an die Afghanen erfolgen und daraus eine Abzugsperspektive für die deutschen Soldaten erwachsen könne. Zu Guttenberg äußerte sich ferner zum iranischen Nuklearprogramm. Er bewertete den Auftritt des iranischen Außenministers Manuchehr Mottaki in München als enttäuschend. Der Iran versuche offenbar in der Frage der Einigung mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiter Zeit zu gewinnen. Aus seiner Sicht sei nun der UN-Sicherheitsrat am Zug, der sich mit der Frage weiterer Sanktionen befassen müsse.

Dieser Bericht wurde verfasst von Munich Young Leader Dr. Hartmut Philippe, Referent für Außen-, Sicherheits- und Europapolitik, CDU/CSU-Fraktion, Deutscher Bundestag. 

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