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Diskussion mit Prof. Igor Yurgens

München, 07.02.2010

In einem Early Bird Breakfast sprach Prof. Igor Yurgens, Vize-Präsident von Renaissance Capital und Direktor des renommierten russischen Think-Tanks »Institute of Contemporary Development«, über die aktuellen Herausforderungen der BRIC-Länder. Dabei ging er insbesondere auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der betreffenden Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) ein. Vergleichsparameter waren neben den bestehenden Institutionen, der Infrastruktur und der Finanzmärkte auch die Innovationsfähigkeit und technologische Schnelligkeit. Aus seiner Sicht ist gerade in der jüngsten weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich geworden, dass der Oberbegriff »BRIC« angesichts der doch sehr unterschiedlichen Entwicklung der Länder in der Form so wahrscheinlich nicht mehr brauchbar sei. Wahrscheinlich werde er in Zukunft aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwinden. Zweifel äußerte er zudem an den Erfolgsaussichten der von Russland aktuell vollzogenen »konservativen Modernisierung«. Um sich auch in Zukunft erfolgreich behaupten zu können, brauche Russland große Veränderungen im Bildungsbereich, in der funktionalen Administration sowie in den angewandten Wissenschaften. Abschließend erläuterte er noch kurz seine Sicht auf Russlands Rolle im Verhältnis zu China und zum Westen.

Dieser Bericht wurde verfasst von Munich Young Leader Beate Satory, Associate Fellow, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik. 

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