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Diskussion mit George Soros

München, 5. Februar 2011

In der Diskussion mit George Soros wurde das zweischichtige Finanzsystem Chinas thematisiert, das einen bedeutenden Anteil am ökonomischen Erfolg Chinas habe. China trennt seine »current accounts« streng von seinen »capital accounts«. Letztere werden vom Staat streng kontrolliert. Dank der unterbewertenden Währung entsteht eine Differenz die in die Kassen der Regierung fließt und dieser steuerähnliche Erträge ohne die negativen Effekte von Steuern zugängig macht. Gleichzeitig ist es China gelungen die besten Köpfe in der Regierung versammeln. Es wurde spekuliert, dass China zurzeit über einen effizienteren Regierungsapparat als die Vereinigten Staaten von Amerika verfüge.

Trotz seiner starken ökonomischen Entwicklung ist China jedoch noch nicht bereit die Verantwortung einer Großmacht zu übernehmen. Kopenhagen hat dies deutlich gezeigt.

Diskutiert wurde, ob Chinas »Staatskapitalismus« eine Alternative zum westlichen Kapitalismus sei. Allerdings müsse China sein System weiter verändern. Viele Chinesen hätten dabei großes Interesse an Formen einer offeneren Gesellschaft. Dennoch werde es in China keine Veränderung ohne eine Form von Krise geben.

Den Munich Young Leaders riet George Soros: »Don’t loose your idealism, when you become a realist.«

Dieser Bericht wurde verfasst von Munich Young Leader Markus Meyer, Major i.G., Planungsgruppe im Bundespräsidialamt, Berlin. 

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