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2013

Munich Young Leaders 2013

Bereits zum fünften Mal trafen vom 31. Januar bis zum 3. Februar 2013 junge Außen- und Sicherheitspolitiker aus knapp 20 Nationen, die Munich Young Leaders 2013, zusammen. Die Munich Young Leaders sind das gemeinsame Young Leaders-Netzwerk von Münchner Sicherheitskonferenz und Körber-Stiftung.

Die Munich Young Leaders diskutierten mit hochrangigen Teilnehmern der 49. Münchner Sicherheitskonferenz und nahmen am Programm der Konferenz teil. Es handelt sich dabei um jüngere Entscheidungsträger aus Deutschland, ausgewählten NATO-Mitglieds- und Partnerstaaten sowie aus G20-Staaten im asiatisch-pazifischen Raum.

Sonntag, 3. Februar 2013, Diskussion mit Thomas de Maizière

Kurz vor Ende der 49. Münchner Sicherheitskonferenz wartete am Sonntag ein weiteres Highlight auf die Munich Young Leaders. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière diskutierte mit den Teilnehmern unter anderem über das aktuelle Krisenmanagement in Mali sowie die Bundeswehreinsätze im Kosovo und in Afghanistan. Darüber hinaus wurden grundlegendere Fragen wie die Zusammenarbeit in der europäischen Verteidigungspolitik oder der Umgang der Bundesregierung mit Waffenexporten angesprochen. 

Samstag, 2. Februar 2013, Diskussion mit Prinz Faisal Ibn Al Hussein

Zum Abschluss des Diskussionsmarathons am Samstag trafen die Munich Young Leaders eine weitere königliche Hoheit. Der Nationale Sicherheitsberater Jordaniens, Prinz Faisal Ibn Al Hussein, nahm sich viel Zeit, um mit der nächsten Generation ins Gespräch zu kommen. Auch in dieser Sitzung analysierten die Diskutanten die Lage in Syrien. Darüber hinaus beantwortete Prinz Faisal unter anderem Fragen zum Friedensprozess im Nahen Osten und zur Situation Jordaniens als Stabilitätsanker in einer turbulenten Region. 

Samstag, 2. Februar 2013, Diskussion mit Prinz Turki Al Faisal

Bereits zum zweiten Mal, nach 2010, trafen die Munich Young Leaders Prinz Turki Al Faisal zu einem Hintergrundgespräch. Die Krise in Syrien stand nicht nur auf der Konferenz selbst im Fokus. Sie dominierte auch die Diskussion der zukünftigen Entscheidungsträger mit dem Direktor des saudi-arabischen King Faisal Centre for Research and Islamic Studies. Die Analyse der möglichen Auswirkungen der gegenwärtigen Krise mündete schließlich in einer offenen Debatte über die Lage der gesamten Region. 

Samstag, 2. Februar 2013, Diskussion mit Brent Scowcroft

Zukunft trifft Erfahrung. Dieses Motto passte zu keinem Programmpunkt der Munich Young Leaders besser als zur Diskussion mit Brent Scowcroft am Samstagnachmittag. Der ehemalige US-Sicherheitsberater, der in München den Ewald-von-Kleist-Preis erhielt, stellte sich den Fragen der jungen Teilnehmer. Mit dem Urgestein der sicherheitspolitischen Community tauschten sich die Munich Young Leaders über strategisches Denken aus. Der wachsende Einfluss nichtstaatlicher Akteure und die daraus resultierenden Herausforderungen standen im Mittelpunkt der Diskussion. 

Samstag, 2. Februar 2013, Diskussion mit Jin Liqun

Die Auseinandersetzung mit China und dem Neuen Osten ist nicht nur ein inhaltlicher Schwerpunkt der Körber-Stiftung, sondern auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz ein allgegenwärtiges Thema. Mit Jin Liqun, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der China Investment Corporation, diskutierten die Munich Young Leaders über verschiedene Aspekte des chinesischen Aufstiegs. Dabei beschränkten sie sich nicht auf die Auslandsinvestitionen der China Investment Corporation. Auf der Agenda standen unter anderem die Besonderheiten des politischen Systems der Volksrepublik, die Problematik des Nationalismus sowie die Internetzensur in China. Nach einem offenen Gedankenaustausch riet Jin den Munich Young Leaders, sich den Mut zu Visionen zu bewahren. 

Samstag, 2. Februar 2013, Diskussion mit Radosław Sikorski

Das Thema Europa begleitete die Munich Young Leaders auch zu Beginn ihrer Diskussionen am Samstag. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski stellte sich bei einem gemeinsamen Mittagessen den Fragen der Teilnehmer. Vor dem Hintergrund der Euro-Krise und der Diskussionen am Vortag wurde eine ganze Reihe von Themen analysiert – vom Weimarer Dreieck über die EU Battle Groups bis hin zu den Perspektiven für den EU-Erweiterungsprozess. Auch die spezifischen Herausforderungen polnischer Außenpolitik spielten dabei eine Rolle. 

Freitag, 1. Februar 2013, Diskussion mit Wolfgang Schäuble

Auf dem ersten Panel der 49. Münchner Sicherheitskonferenz diskutierte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit anderen Konferenzteilnehmern über die Euro-Krise und die Zukunft der EU. Und natürlich standen diese Themen auch ganz oben auf der Tagesordnung, als Schäuble im Anschluss auf die Munich Young Leaders traf. Trotz der Komplexität europäischer Verhandlungsprozesse zeigte er sich dabei zuversichtlich. In der Diskussion interessierten sich die Munich Young Leaders unter anderem für Schäubles Einschätzung zu antieuropäischem Populismus. 

Freitag, 1. Februar 2013, Diskussion mit Anne-Marie Slaughter

Knapp zwei Wochen nach dem Beginn der zweiten Amtszeit von Präsident Obama stand die US-amerikanischer Außenpolitik im Mittelpunkt einer intensiven Diskussion der Munich Young Leaders mit Anne-Marie Slaughter. Die ehemalige US-Spitzendiplomatin skizzierte die großen Herausforderungen, vor denen Obama und sein neues außenpolitisches Team stehen. Vom Friedensprozess im Nahen Osten über den Klimawandel und Cyber Security bis hin zur Rolle von Frauen in der internationalen Politik: Die Munich Young Leaders hatten viele Fragen. Und natürlich wurden die aktuellen Krisen in Mali und Syrien auch mit Slaughter ausführlich erörtert

Freitag, 1. Februar 2013, Diskussion mit Ruslan Pukhov

Ein Munich Young Leader selbst war der Referent der zweiten Diskussion am Freitagmorgen. Ruslan Pukhov, der Direktor des privaten Moskauer Think Tanks Centre for Analysis of Strategies and Technologies, sprach mit den anderen Teilnehmern über Russlands Rolle in der Welt. Verschiedene Aspekte der russischen Innen- und Außenpolitik kamen zur Sprache. Die Munich Young Leaders sprachen unter anderem über Russlands Beziehungen zu seinen Nachbarländern. Besonders intensiv wurde die Diskussion, als es um die russische Position zu Syrien ging. 

Freitag, 1. Februar 2013, Diskussion mit Ng Eng Hen

Die erste Diskussion der Munich Young Leaders 2013 konfrontierte die jungen Führungskräfte gleich mit den großen Fragen der internationalen Politik. Der Verteidigungsminister der Republik Singapur, Ng Eng Hen, stellte sich den Fragen der nächsten Generation von Außenpolitikern. Dabei ging es nicht nur um aktuelle Entwicklungen im südostasiatischen Raum. Unter dem Stichwort »Kräfte des Wandels« thematisierte Ng die großen Trends des 21. Jahrhunderts und ihre Folgen für die Außen- und Sicherheitspolitik. 

Donnerstag, 31. Januar 2013, Eröffnungsabendessen mit Botschafter Wolfgang Ischinger

Die Munich Young Leaders 2013 haben begonnen! Zur Eröffnung begrüßten wie in den vergangenen Jahren Botschafter Wolfgang Ischinger, der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Körber-Stiftung Klaus Wehmeier die Teilnehmer aus knapp 20 Nationen. In seiner Willkommensrede stellte Botschafter Ischinger das Programm der 49. Münchner Sicherheitskonferenz vor, das sich dieses Mal unter anderem mit den aktuellen Krisenregionen Mali und Syrien auseinandersetzt. Er beantwortete die Fragen der Munich Young Leaders und empfahl den zukünftigen Entscheidungsträgern, in der Außenpolitik stets optimistisch zu bleiben. 

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