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2015

Munich Young Leaders 2015

Bereits zum siebten Mal trafen vom 5. bis 8. Februar 2015 junge Außen- und Sicherheitspolitiker aus knapp 20 Nationen, die Munich Young Leaders 2015, zusammen. Die Munich Young Leaders sind das gemeinsame Young Leaders-Netzwerk von Münchner Sicherheitskonferenz und Körber-Stiftung. Die Munich Young Leaders diskutierten mit hochrangigen Teilnehmern der 51. Münchner Sicherheitskonferenz und nahmen am Programm der Konferenz teil. Es handelt sich dabei um jüngere Entscheidungsträger aus Deutschland, ausgewählten NATO-Mitglied- und Partnerstaaten sowie aus G20-Staaten im asiatisch-pazifischen Raum.

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Sonntag, 8. Februar 2015, Diskussion mit Dr. Ng Eng Hen

Mit Ausblick auf die Frauenkirche im Schneegestöber begannen die Munich Young Leaders am letzten Konferenztag ihr letztes Hintergrundgespräch. Bei einem Arbeitsfrühstück mit dem singapurischen Verteidigungsminister Ng Eng Hen, der bereits in den beiden vergangenen Jahren mit den Munich Young Leaders diskutiert hatte, stand nicht nur die sicherheitspolitische Lage in Asien im Vordergrund. Ng identifizierte zentrale Herausforderungen unserer Zeit und nannte dabei die Wahlerfolge rechter Parteien in Europa, den wachsenden Nationalismus in Asien und die Rolle des politischen Islams. In der Diskussion kamen unter anderem die steigenden Verteidigungsbudgets in der Region und die Gefahr durch Cyber Warfare zur Sprache. 

Samstag, 7. Februar 2015, Munich Young Leader auf Panel der Sicherheitskonferenz

Im 7. Jahr ihres Bestehens sind die Munich Young Leaders längst zu einem festen Bestandteil der Münchner Sicherheitskonferenz geworden. Die erste Frage jedes Panels ist für die Teilnehmer des Gemeinschaftsprojekts von Münchner Sicherheitskonferenz und Körber-Stiftung reserviert. Zudem war in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal ein Munich Young Leader als Sprecher eingeladen. Mit dem estnischen Präsidenten Toomas Hendrik ilves, Rachel Whetstone von Google, Amos Gilad vom israelischen Verteidigungsministerium, dem Autor Peter Pomerantsev sowie Moderator Carl Bildt diskutierte die Moskauer Journalistin Elena Chernenko in einer informellen Night Cap Session über »Information Warfare«. 

Samstag, 7. Februar 2015, Diskussion mit Alexander Grushko

Das letzte Gespräch im kleinen Kreis am Samstag führten die Munich Young Leaders mit Botschafter Alexander Grushko, dem ständigen Vertreter der Russischen Föderation bei der NATO. Raum und Thema waren dieselben wie bei der Diskussion mit dem Stellvertretenden NATO-Generalsekretär Alexander Vershbow am Morgen – die Perspektive aber eine andere. Grushko legte die russische Sicht der Dinge auf den Konflikt mit der NATO dar und beantwortete Fragen zur Ukraine, zu russischen Minderheiten im Baltikum, aber auch zu Russlands Rolle im Syrien-Konflikt. 

Samstag, 7. Februar 2015, Diskussion mit Khalid bin Mohammad Al-Attiyah

Nach einem intensiven Vormittag mit Auftritten von Angela Merkel und Sergej Lawrow wandten sich die Munich Young Leaders bei einem Arbeitsmittagessen wieder dem Nahen Osten zu. Der katarische Außenminister Khalid bin Mohammad Al-Attiyah nahm die Teilnehmer mit auf eine »Tour d’Horizon« durch die Region. Der Kampf gegen den Islamischen Staat, Beziehungen innerhalb des Golf-Kooperationsrats (GCC) und Energiesicherheit waren nur einige der diskutierten Themen. 

Samstag, 7. Februar 2015, Diskussion mit Alexander Vershbow

Der zweite Konferenztag begann für die Munich Young Leaders mit einer Diskussion zu den aktuellen Herausforderungen für die NATO. Bei einem Arbeitsfrühstück mit dem stellvertretenden Generalsekretär Alexander Vershbow stand der Konflikt in der Ukraine im Mittelpunkt. Aber auch Themen wie die Beziehungen zu privilegierten NATO-Partnern oder die Lage in Libyen brannten den Teilnehmern unter den Nägeln. Eine andere Perspektive erwartet die Munich Young Leaders heute Abend bei einer Diskussion mit dem russischen NATO-Botschafter Alexander Grushko. 

Freitag, 6. Februar 2015, Diskussion mit Amos Gilad

Die letzte Diskussion des ersten Konferenztages führten die Munich Young Leaders 2015 mit Amos Gilad, Director of Policy and Political Military Affairs im israelischen Verteidigungsministerium. Bei ihren Fragen ließen die Teilnehmer keine der Krisen im Nahen Osten aus. Gilad beantwortete Fragen zu Iran, Syrien und religiösem Extremismus in der Region. Auch Perspektiven für den israelisch-palästinensischen Friedensprozess wurden thematisiert. 

Freitag, 6. Februar 2015, Diskussion mit Herman Gref

Vor dem offiziellen Beginn der 51. Münchner Sicherheitskonferenz stand für die Munich Young Leaders 2015 ein Arbeitsmittagessen mit Herman Gref, Chairman und Chief Executive Officer der größten russischen Bank, Sberbank, auf dem Programm. Große Themen waren dabei die schwierige wirtschaftliche Lage in Russland und die westlichen Wirtschaftssanktionen. Auch die russischen Wirtschaftsbeziehungen zu Staaten wir Indien und Türkei kamen zur Sprache. Und natürlich drehten sich die Fragen der Munich Young Leaders immer wieder um den Konflikt in der Ukraine. 

Freitag, 6. Februar 2015, Diskussion mit Kevin Rudd

Bei der zweiten Diskussion der Munich Young Leaders 2015 sprachen die Teilnehmer mit Kevin Rudd, Präsident des Asia Society Policy Institute und ehemaliger Premierminister Australiens. Die Debatte konzentrierte sich auf die Zukunft der chinesisch-amerikanischen Beziehungen. Amerikas »Pivot to Asia«, Chinas »Neue Seidenstraße« und die Rolle Australiens wurden dabei ebenfalls diskutiert. 

Freitag, 6. Februar 2015, Diskussion mit Kenneth Roth

»Können wir uns in der turbulenten Welt von heute Menschenrechte überhaupt noch leisten?« Mit wem könnte man diese Frage besser diskutieren als mit dem Geschäftsführer einer der anerkanntesten weltweiten Menschenrechtsorganisationen? Den Auftakt der Diskussionen der Munich Young Leaders machte das Gespräch mit Kenneth Roth von Human Rights Watch. Themen waren die aktuellen Kontroversen um Menschenrechtsverletzungen in Irak, Syrien, Ägypten, Israel, der Ukraine und Nigeria. Es wurde aber auch ganz grundsätzlich die Frage nach der Rolle von Menschenrechten in der Außen- und Sicherheitspolitik aufgeworfen. 

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