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Neue Studien: Hamburgs Wirtschaft im demografischen Wandel

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und die Körber-Stiftung präsentierten am 2. Juni in einer gemeinsamen Veranstaltung die wichtigsten Ergebnisse zweier Studien zum Demografischen Wandel und seinen Auswirkungen auf die Hamburger Wirtschaft.

Beide Studien haben das Ziel, zum einen die Chancen der Hamburger Wirtschaft zu identifizieren, zum anderen aber auch die Konsequenzen und Handlungsbedarfe herauszuarbeiten.

In ihrer Begrüßung betonte Karin Haist, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung, die positiven Möglichkeiten des Demografischen Wandels: »Aus unserer Sicht beinhaltet der demographische Wandel nicht nur die Chance auf ein längeres Leben, sondern auch die auf ein längeres Arbeiten – und wir haben allen Grund, auch das wirklich als Chance zu sehen«. Staatsrat Dr. Rolf Bösinger, der die Gäste von Seiten der Wirtschaftsbehörde begrüßte, wies darauf hin, dass Zuwanderung ein Wirtschaftsfaktor sei, der auch zur Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze diene. Ohne eine starke Wirtschaft und ohne Arbeitsplätze ließen sich die Folgen nicht bewältigen.

Zunächst stellten anschließend Dr. Marc Ingo Wolter und Britta Stöver von der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) ihre Studie vor. Diese durchleuchtet die Auswirkungen des demographischen Wandels im Bundesgebiet auf die Branchen, auf Nachfrageverschiebungen und Kosteneffekte, wobei Rückwirkungen auf Hamburg intensiv untersucht werden. Die zweite Studie des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW), welche von Dr. Alexander Cordes vorgestellt wurde, widmet sich den veränderten Rahmenbedingungen in der Region. Dabei geht es um die Chancen und Herausforderungen Hamburgs für ausgewählte Produkte und Dienstleistungen sowie die Folgen der veränderten Altersstruktur der Beschäftigten.

Mit diesen neuen Erkenntnissen wurde in der Abschlussdiskussion, eingeführt von kurzen Impulsen von Katja Karger (DGB), Michael Thomas Fröhlich (UV Nord) sowie Bernhard Proksch (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ), der Frage nachgegangen, welche Handlungsimplikationen sich hieraus ergeben. So wurde über qualitative Erfordernisse der Arbeitsgestaltung – die es überhaupt ermöglicht, im Zweifel länger zu arbeiten – ebenso gesprochen wie über die Notwendigkeit, bislang ungehobene Arbeitsmarktpotentiale stärker zu fördern. Bei aller unterschiedlichen Akzentuierung im Einzelfall herrschte allerdings die Einschätzung vor, dass Hamburg und seine Wirtschaft einerseits gut gewappnet sind für die anstehenden Herausforderungen des Demographischen Wandels, und andererseits hiermit auch große Chancen für den Hamburger Wirtschaftsstandort verbunden sind.


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