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  • EUSTORY-Netzwerk beim Empfang der estnischen Präsidentin Kaljulaid (Foto: Aron Urb)
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    Estnische Präsidentin Kaljulaid empfängt EUSTORY

    Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid, Schirmherrin des nationalen Geschichtswettbewerbs, empfing Vertreter des EUSTORY-Netzwerks. Der estnische Geschichtswettbewerb zählt zu den Gründungsmitgliedern von EUSTORY und richtet die diesjährige EUSTORY-Jahresversammlung in Tallinn zusammen mit der Körber-Stiftung aus.

    »Wir müssen unsere Geschichten erzählen – die aus der Vergangenheit und die von heute. Viele der Geschichten aus Estland sind schmerzhaft, aber wir dürfen sie nicht vergessen und müssen uns fragen, wo wir Verbindungen zwischen dem Gestern und dem Heute erkennen«. Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid hat am Nachmittag des 28. März das EUSTORY-Netzwerk empfangen. 30 Vertreter von mehr als 20 nationalen Geschichtswettbewerben, die sich in dem zivilgesellschaftlichen Geschichtsnetzwerk zusammengeschlossen haben, waren zu einer Begegnung mit der Präsidentin in deren Amtssitz im Kadriorg-Park geladen. Präsidentin Kaljulaid ist Schirmherrin des estnischen nationalen Geschichtswettbewerbs, der zu den Gründungsmitgliedern des Netzwerks zählt und die diesjährige EUSTORY-Jahresversammlung in Tallinn zusammen mit der Körber-Stiftung ausrichtet.

    Der Besuch war Teil des Programms der Jahreskonferenz des EUSTORY-Netzwerks, die vom 27. bis 31. März stattfand. Die Wettbewerbsorganisatoren nutzen diese Treffen für einen grenzüberschreitenden Austausch über aktuelle Entwicklungen im Feld der historisch-politischen Bildung sowie den Austausch von Praxiserfahrungen aus dem Umfeld der Wettbewerbsarbeit. Gemeinsam diskutierten sie in Tallinn zudem die mittel- und langfristigen Folgen des politischen Umbruchs in Estland und Europa in den Wendejahren um 1989. Im Mittelpunkt der Debatte stand die Frage, welche gesellschaftliche und politische Bedeutung die Transformationserfahrungen aktuell in den jeweiligen Ländern haben. Darüber hinaus bewegte sie die Frage, welche Aufgaben sich aus bisher vielleicht noch nicht gänzlich verarbeiteten historischen Umbruchserfahrungen und Traumata für zivilgesellschaftliche Organisationen in Europa heute ergeben.

    Einsichten und Eindrücke vermittelten dabei der Besuch der Ausstellung »My free country« im Maarjamäe History Center des Ajaloomuusems. Die Schau widmet sich der wechselvollen estnischen Geschichte der letzten 100 Jahre und beleuchtet die Staatengründung 1918, die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg, die zwangsweise Einverleibung als Teil der Sowjetunion sowie die erneute Unabhängigkeit im Jahr 1990/91. Die Gruppe setzte sich auch mit der Gedenkstätte der Opfer des Kommunismus an der Ostseeküste Tallinns auseinander. Mit Kristina Kallas von der Universität in Tartu diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie die gewaltsame Eingliederung Estlands in die Sowjetunion als Folge des Hitler-Stalin-Pakts das Miteinander von estnischen Russen und ethnischen Esten bis heute belastet.

    Im Rahmen der Netzwerktagung wurden zudem die jungen Geschichtswettbewerbe aus Georgien und Moldawien als neue Mitglieder von EUSTORY aufgenommen und ein neues Leitbild für das Netzwerk verabschiedet.

     

    Details zum EUSTORY Netzwerk
     

     


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