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  • Arno Surminski<br />(Foto: Körber-Stiftung/<br />Jann Wilken)

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    Kriegskinder in Europa: Lesung mit Arno Surminski

    Am 4. Mai laden die Körber-Stiftung und das Deutsche Historische Museum zum europäischen Erinnerungstag »Der lange Schatten des Zweiten Weltkriegs: Kriegskinder in Europa« in den Schlüterhof nach Berlin. Auch Arno Surminski zählt zu den renommierten Gästen des Erinnerungstages.

    Der Schriftsteller berichtet von seinen Erlebnissen aus der Nachkriegszeit und den Folgen des Krieges, die für ihn persönlich vor allem mit der Elternlosigkeit verbunden sind. Grundlage des Gesprächs ist unter anderem Surminskis soeben erschienenes Buch »Als der Krieg zu Ende ging«.

    Die Lebenswege der Menschen in seiner Heimat Ostpreußen, ihre Erlebnisse in der Zeit des Krieges und unmittelbar danach – das sind die Themen, denen sich Arno Surminski in seinen Romanen und Erzählungen widmet. Er schreibt gegen den Krieg und gegen das Vergessen, dabei steht immer der Mensch im Mittelpunkt seiner Werke. Sein aktuelles Buch »Als der Krieg zu Ende ging« versammelt rund 30 Erzählungen über das Leben im Schatten des Krieges, der 1945 offiziell zu Ende ging, dessen Folgen für Hunderttausende aber deutlich länger anhielten. Für Surminski selbst endete der Krieg erst, als in den 90er Jahren der Tod seiner Eltern in sowjetischer Kriegsgefangenschaft auch amtlich bestätigt wurde. Neben seinem neuen Buch »Als der Krieg zu Ende ging« wird auch sein Bestseller aus dem Jahr 2002 »Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?« Teil des Gesprächs und der Lesung beim Erinnerungstag werden.

    Die Generation der zwischen 1929 und 1949 Geborenen ist in Europa in besonderer und jeweils sehr unterschiedlicher Weise im Schatten des Zweiten Weltkriegs und seiner Folgen aufgewachsen. Diese Generation hat die Last des Kriegserbes getragen. Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegesendes im Mai 2015 beleuchtet der Erinnerungstag die Erfahrungen von Kriegskindern in Europa und ordnet diese in die jeweiligen Kontexte der Erinnerungskultur ein. Ziel der Veranstaltung ist es, einen europäischen Blick auf das Thema Kriegskinder zu ermöglichen.

    Zeitlich wird der Erinnerungstag parallel zur Ausstellung »1945 – Niederlage. Befreiung. Neuanfang. 12 Länder Europas nach dem Zweiten Weltkrieg« stattfinden, die vom 24. April bis 25. Oktober 2015 im DHM gezeigt wird.


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