• Filiz Bikmen (Foto: Marc Darchinger)
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    Politischer Mittag mit Filiz Bikmen

    Filiz Bikmen, Richard von Weizsäcker Fellow der Robert Bosch Academy, berichtete beim Politischen Mittag in Berlin über die jüngsten Entwicklungen in der türkischen Zivilgesellschaft.

    Die Herausbildung einer Zivilgesellschaft, die ihre Rechte einfordert, gehöre zu den wichtigsten Ergebnissen des seit zwei Jahrzehnten andauernden demokratischen Reformprozesses in der Türkei, so Bikmen. Eine ganze Reihe kritischer politischer und sozialer Faktoren hätten eine neue Generation zivilgesellschaftlicher Organisationen hervorgebracht.

    Filiz Bikmen hob unter anderem hervor, dass die offizielle Anerkennung der Türkei als EU-Beitrittskandidat 1999 letztlich die Entstehung einer neuen Generation von zivilgesellschaftlichen Organisationen am stärksten vorangetrieben habe. Es habe dazu geführt, dass der Türkei 2002 ein klar definierter Fahrplan, die Kopenhagener Kriterien, für die Umsetzung politischer Reformen bis 2004 unterbreitet wurde. Die Bestätigung der Beitrittsperspektive durch die EU habe die türkische Regierung motiviert, der Zivilgesellschaft die Türen zu öffnen, um einen Beitrag zu diesem Prozess zu leisten. Es sei genau dieser Korridor gewesen, der es der Zivilgesellschaft ermöglicht habe, gewichtige Beiträge zu den zahlreichen Reforminitiativen zu leisten.

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