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Meldung

Open Data für Gesundheit und Meinungsbildung

Die ehrenamtliche Initiative Code for Hamburg hat im Haus im Park der Körber-Stiftung die 100. Station zur Feinstaubmessung in der Hansestadt gebaut. In dem Workshop ging es aber nicht nur um Daten zur Luftqualität, die im Internet veröffentlicht werden. Auch über den Wert von Open Data als Informationsquelle zur Meinungsbildung wurde diskutiert.

Code for Hamburg hat sein Ziel erreicht: die 100. Feinstaubmessstation ist gebaut. »Sie alle sorgen jetzt für mehr Transparenz. Das ist Demokratie.« Mit diesen Worten fasst Solveig Schröder von Code for Hamburg das Ergebnis des Workshops im Haus im Park zusammen. Die Teilnehmer sind mit ihren selbst gebauten Messstationen nun Teil der Hamburger Initiative, die Daten zur Feinstaubbelastung in der Hamburger Luft erhebt und für jedermann einsehbar im Internet veröffentlicht.

In dem Workshop ging es jedoch nicht allein um die Messung von Feinstaub und den Bau von Sensoren. Die Teilnehmer wurden auch über den Wert der Open Data als transparente Informationsquelle für freie Meinungsbildung aufgeklärt. Denn über das World Wide Web kann heutzutage jeder auf verschiedenste Informationen zur Umgebung, auf Zahlen und Fakten zugreifen und für sich nutzbar machen. Derartige offene Daten aufzubereiten und lesbar zu machen, hat sich die ehrenamtliche Initiative von Code for Hamburg auf die Fahnen geschrieben. Damit ermöglicht sie jeder Bürgerin und jedem Bürger Einblick zu nehmen, auch wie es etwa um die Qualität des Leitungswassers bestellt ist.

Die Körber-Stiftung engagiert sich mit ihrem Fokusthema Digitale Mündigkeit für eine starke Zivilgesellschaft im digitalen Zeitalter. Das Haus im Park nimmt dabei besonders Ältere in den Blick. Bisher nutzt erst die Hälfte der 65- bis 85-Jährigen das Internet. Viele stehen der Entwicklung skeptisch gegenüber oder haben schlicht und einfach keinen Zugang zum Netz. Das Haus im Park ermöglicht Älteren mit vielfältigen Angeboten einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Medien.

Der Open Data-Workshop hat gezeigt: Das Internet kann mehr als Reisebuchung und Online-Banking. Besonders für Ältere bietet es auch neue Möglichkeiten der Beteiligung. Unabhängig von der eigenen Mobilität kann gemeinsam mit anderen von zu Hause aus gestaltet und Einfluss genommen werden. In einer sich immer mehr digitalisierenden Welt befähigt dieses Wissen um den Umgang mit digitalen Medien und ihrem individuellen und gesellschaftlichen Nutzen Ältere zur aktiven Teilhabe.

Code for Hamburg ist eine Gruppe von ehrenamtlichen Technologiebegeisterten, Planern und Programmierern. Auf der Grundlage von offenen Daten – die von der Freien und Hansestadt Hamburg auf der Webseite transparenz.hamburg.de offen und frei zur Verfügung gestellt werden – programmieren sie Anwendungen um Apps, die diese Daten anschaulich und lesbar machen. 


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