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Polen nehmen Deutschland nicht als Bedrohung wahr

Trotz der historischen Erfahrungen mit Deutschland sehen 74 Prozent befragter Polen keine militärische Gefahr mehr aus dem Nachbarland. Die aktuellen Ergebnisse des »Deutsch-polnischen Barometers 2018« wurden beim Bergedorfer Gesprächskreis der Körber-Stiftung vom 21. bis 23. Juni in Warschau präsentiert.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Polen (54 Prozent) erkennt in einer Stärkung der deutschen Bundeswehr einen Mehrwert für die Sicherheit des eigenen Landes und 74 Prozent der Befragten in Polen sehen keine militärische Gefahr aus dem Nachbarland Deutschland. 65 Prozent nehmen auch keine politische oder ökonomische Bedrohung wahr.

Das mehrheitliche Vertrauen in Deutschland wird jedoch nicht erwidert: 48 Prozent der befragten Deutschen halten die polnische Regierung nicht für einen verlässlichen Partner in der EU. Ungekehrt ist die Zustimmung Polens zur deutschen Europapolitik ist nach wie vor hoch: Über die Hälfte der Polinnen und Polen (55 Prozent) ist der Meinung, dass Deutschland zu einer besseren Zusammenarbeit in Europa beitrage.

Das sind zentrale Ergebnisse des »Deutsch-polnischen Barometers 2018«, einer repräsentativen Untersuchung im Auftrag des Warschauer Instituts für öffentliche Angelegenheiten, der Körber-Stiftung und der Konrad-Adenauer-Stiftung. Anlässlich des Bergedorfer Gesprächskreises vom 21. bis 23. Juni in Warschau werden die Partner sie vorstellen und diskutieren.

»Dass ein Großteil der polnischen Bevölkerung weiterhin auf die Rolle Deutschlands in Europa vertraut, ist ermutigend«, sagt Nora Müller, Leiterin Bereich Internationale Politik der Körber-Stiftung. »Gerade in politisch schwierigen Zeiten, in denen der Zusammenhalt in der EU bröckelt, brauchen wir mehr Austausch und Dialog – auch über umstrittene Themen. Mit dem Bergedorfer Gesprächskreis wollen wir dazu beitragen.«

Deutsch-polnisches Barometer (Teil2): »Gemeinsam in Europa« (PDF)
Kurzpräsentation der Ergebnisse (Teil 2) (PDF)
Deutsch-polnisches Barometer (Teil 1): »Deutsche und Polen«


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