X

Politisches Hintergrundgespräch mit Egemen Bağış

Berlin, 7. Oktober 2010

Egemen Bağış, türkischer Minister für europäische Angelegenheiten und Verhandlungsführer bei den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, diskutierte mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über die Zukunft der Beziehungen zwischen der EU und der Türkei. Im Fokus der Diskussion stand die Frage, in welchen außen- und sicherheitspolitischen Bereichen EU und Türkei ihre Kooperationen intensivieren sollten.

Bağış betonte, dass die Türkei sich unter dem Einfluss der Reformen im Rahmen der EU‑Beitrittsverhandlungen stark entwickelt und geöffnet habe. Als dynamische Volkswirtschaft ebenso wie als Knotenpunkt wichtiger Energie- und Verkehrswege und nicht zuletzt als Brücke zwischen Europa und dem Nahen und Mittleren Osten komme der Türkei eine Schlüsselrolle zu, die auch für die EU von großem Nutzen sein könne.
In der darauf folgenden Diskussion wurden zudem die derzeit gespannten türkisch-israelischen Beziehungen und das Verhältnis der Türkei zu Iran angesprochen. Als Nachbarland, so bekräftigte Bağış, sei Iran für die Türkei wirtschaftlich und politisch von großer Bedeutung: sei die innere Stabilität Irans gefährdet, so betreffe dies die Türkei unmittelbar.

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Siehe auch:

to top