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Politisches Frühstück mit Li Jinjun

Berlin, 7. Dezember 2010

Botschafter Li Jinjun, Vize-Minister der Internationalen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, diskutierte mit Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen China und der EU und die spezifische Rolle Deutschlands in diesem Kontext. Im Fokus stand dabei Lis Einschätzung zu Perspektiven einer vertieften Zusammenarbeit zwischen China und der EU.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass es zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Proliferation von Massenvernichtungswaffen einer intensiven strategischen Kooperation mit China bedürfe. Auch wenn Chinas internationales Gewicht derzeit stark zunehme, widme sich Peking dennoch in erster Linie innenpolitischen Herausforderungen, so einige Teilnehmer. Die Bekämpfung von Armut und die Fortsetzung des Modernisierungsprozesses seien dabei zentrale Aspekte.

Vor dem Hintergrund der erneuten Gespräche zum iranischen Atomprogramm in Genf wurde in der Diskussion auch über Chinas Interessen im Nahen und Mittleren Osten gesprochen. Es wurde betont, China trete entschieden für die Nicht-Verbreitung von Atomwaffen ein, betrachte jedoch Sanktionen gegen Proliferateure nur bedingt als geeignetes Mittel. Darüber hinaus war Chinas Präsenz in Afrika und seine Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern Thema der Diskussion.

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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