X

Politisches Hintergrundgespräch mit Michèle A. Flournoy

Berlin, 12. Februar 2010

Michèle A. Flournoy, Under Secretary of Defense for Policy im U.S. Department of Defense, diskutierte mit Vertretern verschiedener Bundesministerien und Behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-tanks über aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Herausforderungen. Im Mittelpunkt standen Chancen und mögliche Formen transatlantischer Zusammenarbeit im Umgang mit weltweiten Sicherheitsrisiken.

Die transatlantischen Partner stünden gegenwärtig vor allem vor drei zentralen sicherheitspolitischen Herausforderungen, denen nur durch multilaterales Handeln angemessen begegnet werden könne, so Flournoy. Zum einen müsse die NATO die afghanischen Sicherheitskräfte bei der schrittweisen Übernahme der Verantwortung für die Sicherheit im Land unterstützen. Außerdem sei im Umgang mit Iran ein zwischen den transatlantischen Partnern abgestimmtes Vorgehen notwendig. Die dritte zentrale sicherheitspolitische Herausforderung sah Flournoy in der Befriedigung europäischer Sicherheitsbedürfnisse. Hier spiele vor allem Energiesicherheit eine entscheidende Rolle.

In der anschließenden Diskussion betonten die Teilnehmer die Wichtigkeit konkreter abrüstungspolitischer Schritte, insbesondere im Bereich der nuklearen Abrüstung.

Das Politische Hintergrundgespräch setzt die Beschäftigung der Körber-Stiftung mit aktuellen Fragen transatlantischer Zusammenarbeit in den Bereichen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik fort. In diese Reihe gehören unter anderem die Politischen Frühstücke und Hintergrundgespräche mit Daniel Fried, Assistant Secretary of State for European and Eurasian Affairs des US Department of State, Generalleutnant Karl W. Eikenberry, Stellvertretender Vorsitzender des NATO-Militärausschusses und Generalleutnant Henry A. Trey Obering III, Direktor der Missile Defence Agency der United States Air Force. 

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

to top