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Politisches Hintergrundgespräch mit S.E. Dr. Mohammad Bagher Khorramshad

Berlin, 15. April 2010

S.E. Dr. Mohammad Bagher Khorramshad, stellvertretender Außenminister der Islamischen Republik Iran, diskutierte mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern verschiedener Bundesministerien und Behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-tanks über die Perspektiven der europäisch-iranischen Beziehungen. Dabei waren auch das iranische Atomprogramm und die mögliche Verschärfung der Sanktionen Gegenstand der Diskussion.

Khorramshad bedauerte in seinem Eingangsstatement das momentane Tief der europäisch-iranischen Beziehungen und führte dies u.a. auf den Einfluss der USA auf die europäische Politik zurück. Er unterstrich, dass eine gute, respektvolle Partnerschaft mit der EU seitens des Irans sehr erwünscht sei und schlug deshalb vor, sich auf die Zusammenarbeit in Bereichen gemeinsamer Interessenssphären wie Afghanistan zu konzentrieren. Die Teilnehmer der nachfolgenden Diskussion stimmten Khorramshad zu, dass eine Verbesserung der Beziehungen wünschenswert sei. Allerdings widersprachen sie seiner Bewertung der europäischen Politik und des Konflikts um das iranische Atomprogramm.

Das Politische Hintergrundgespräch setzt die Beschäftigung der Körber-Stiftung mit dem Iran fort. In diese Reihe gehören unter anderem die Politischen Frühstücke und Hintergrundgespräche mit S.E. Ali Asghar Soltanieh, Ständiger Vertreter der Islamischen Republik Iran bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Gholam Hossein Nozari, Ölminister der Islamischen Republik Iran und Amir Mohebbian, Mitherausgeber und politischer Redakteur der iranischen Tageszeitung Resalat. 

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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