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Politisches Frühstück mit Ahmed Rashid

Berlin, 27. Oktober 2010

Ahmed Rashid, pakistanischer Journalist und Autor zahlreicher Bestseller, darunter »Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad«, diskutierte mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über Szenarien für die Zukunft Pakistans und Afghanistans. Im Vordergrund stand dabei seine Einschätzung der westlichen nation-building-Maßnahmen sowie der Bemühungen um die Forcierung des inner-afghanischen Versöhnungsprozesses.

Ahmed Rashid sprach sich für eine Verhandlungslösung mit den afghanischen Taliban aus. Eine Beilegung des Konflikts in Afghanistan könne letztlich nur durch Verhandlungen erzielt werden. Für eine nachhaltige Stabilisierung des Landes sei zudem die Einbeziehung Pakistans unerlässlich. Auch Iran komme eine zentrale Rolle zu.

In der anschließenden Diskussion wurde der Fokus auf den Einfluss weiterer regionaler und internationaler Akteure gelegt. Chinas Interesse bestehe vor allem darin, ein Einsickern extremistischer Kräfte aus Afghanistan zu verhindern. Auch Russland sei an einer Stabilisierung Afghanistans interessiert. Würden sich die NATO-Truppen zurückziehen, so Rashid, sei eine Zunahme des russischen Einflusses in Afghanistan zu erwarten.

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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