X

Politisches Frühstück mit Gernot Erler

Berlin, 23. September 2011

Gernot Erler, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion sprach in Berlin mit Vertretern verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks über die Thesen seines am 17. Mai in der Reihe »Standpunkte« der edition Körber-Stiftung erschienenen Essays »Das Versagen nach 9/11 – Mit besseren Strategien gegen den Terror«.

Die Teilnehmer diskutierten über die Wirksamkeit der Anti-Terror-Strategie nach 9/11. Die Teilnehmer sprachen sich überwiegend gegen Terrorismusbekämpfung mit militärischen Mitteln auf Grund der verheerenden und nicht zu verantwortenden Spätwirkungen dieser Aktionen aus. Eine langfristige und bessere Alternative wurde in der Kriegs- und Krisenprävention, dem Einsatz ziviler Akteure und einer erfolgreichen Europäischen Nachbarschaftspolitik gesehen. Auch die europäische Politik zur Stärkung regionaler Zusammenarbeit und der Unterstützung politischer und sozialer Reformen sei militärischen Maßnahmen vorzuziehen. Es wurde aber auch angemerkt, dass militärische Maßnahmen wie z.B. der von den USA in Afghanistan und Pakistan geführte Drohnenkrieg gegen die obere und mittlere Führungsschicht von Al-Qaida und Taliban nicht ohne weiteres als wirkungslos abgetan werden könnten. 

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Siehe auch:

to top