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Politisches Frühstück mit Mohammad Masoom Stanekzai und Mark Sedwill

Berlin, 28. Januar 2011

Afghanistan steht vor zahlreichen Herausforderungen. Dazu gehören vor allem die Wiedereingliederung ehemaliger Insurgenten und der inner-afghanische Versöhnungsprozess. Welche Fortschritte konnten in diesen Bereich erzielt werden? Wie sehen die Perspektiven aus? Und welche Rolle kommt dabei zukünftig den internationalen Akteuren zu?

Diese Fragen standen im Vordergrund des Politischen Frühstücks mit Minister Mohammad Masoom Stanekzai, der Präsident Karzai in Fragen der inneren Sicherheit berät und das Afghan Peace and Reintegration Program (APRP) leitet, und Botschafter Mark Sedwill, Ziviler Beauftragter der NATO in Afghanistan. An dem Politischen Frühstück nahmen Bundestagsabgeordnete, Vertreter verschiedener Bundesministerien und -behörden sowie Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks teil.

In der Diskussion betonten einige Teilnehmer, dass gerade im vergangenen Jahr bei der Stabilisierung Afghanistans sichtbare Fortschritte erzielt werden konnten. Diese positive Tendenz gelte es zu verstetigen. Unterdessen wurde vor einem verfrühten Abzug der internatonalen Einsatzkräfte gewarnt. Auch über 2014 hinaus sei, so einige Diskutanten, die Präsenz von NATO-Truppen in Afghanistan wünschenswert. Diese sollten allerdings keine Militäroperationen, sondern vor allem Trainingsmaßnahmen für die afghanischen Streitkräfte durchführen.

Im Vordergrund stünden weiterhin der Aufbau von rechtsstaatlichen Strukturen und die Verbesserung der Sicherheitssituation im Land, die zunehmend von den afghanischen Sicherheitskräften gewährleistet werden solle. 

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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