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Politisches Frühstück mit Riyad Hijab

Berlin, 21. September 2012

Riyad Hijab, ehemaliger Premierminister Syriens (bis August 2012), diskutierte in Berlin mit hochrangigen Vertretern verschiedener Bundesministerien und Repräsentanten ausgewählter Think-Tanks. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt in Syrien und Perspektiven für den Übergang in eine friedliche Transformation.

Hijab äußerte Zweifel, ob Wirtschaftssanktionen und politischer Druck ausreichend seien, um das Assad-Regime in die Knie zu zwingen. Der Führungszirkel um Bashar Al-Assad sei entschlossen, für den Regimeerhalt notfalls bis zum Äußersten zu gehen. Selbst der Einsatz chemischer Waffen sei nicht auszuschließen.

Hijab warnte davor, auf einen baldigen Zusammenbruch des Assad-Regimes zu setzen. Sollten Russland und Iran ihre Unterstützung nicht einstellen, könne das Regime möglicherweise noch Jahre überleben. 

Zu den Politischen Frühstücken und Hintergrundgesprächen lädt die Körber-Stiftung regelmäßig einen kleinen Kreis hochrangiger außenpolitischer Akteure aus Berlin ein. Wie beim Bergedorfer Gesprächskreis findet das vertrauliche Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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