X
   
Presse

Meldung

Auszeichnung für Jugendliche beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Landessieger zum Thema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« stehen fest

Der Kampf um das Frauenwahlrecht, die Revolution von 1848, Sturmfluten in der Geschichte oder die Studentenbewegung 1968: Dies sind nur einige der Themen, zu denen bundesweit rund 5.600 Schülerinnen und Schüler beim 26. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geforscht haben. Insgesamt 1.992 Beiträgen von Teams oder Einzelpersonen sind bei der Körber-Stiftung in diesem Jahr eingegangen – damit ist es die beitragsstärkste Ausschreibung seit 1993. Nun wurden die 250 Landespreis- und 250 Förderpreisträger ausgewählt. Zudem wird in jedem Bundesland die erfolgreichste Schule ausgezeichnet. 
 
Schüler beschäftigen sich mit Revolutionen des 20. Jahrhunderts 

Die Schülerinnen und Schüler haben sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Rahmenthema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« beschäftigt. Große Ereignisse in der Geschichte, aber auch kleinere Anlässe, die Einfluss auf das Leben von Menschen genommen haben, wurden von ihnen erforscht. 

Als »Spurensucher« befragten sie dazu oftmals Zeitzeugen in der eigenen Familie. Zum Beispiel in den ehemaligen Kohlerevieren, wo sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Niedergang der deutschen Kohleindustrie und mit dem Strukturwandel befassten. Mit Blick auf den 30. Jahrestag des Mauerfalls untersuchten viele junge Geschichtsforscher, welche Spuren die DDR und auch die Wiedervereinigung bis heute hinterlassen haben. Ebenso häufig brachten die Teilnehmenden Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg und heutige Fluchtgeschichten miteinander in Verbindung.  »Die Ergebnisse der aktuellen Wettbewerbsrunde zeigen, dass das Thema bei den Jugendlichen einen Nerv getroffen hat. Selten war die Themenvielfalt so groß wie in diesem Jahr«, so Gabriele Woidelko, Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik der Körber-Stiftung. 

Kritischer Umgang mit Quellen ist wichtig

Neben der Zeitzeugenperspektive ist die Archivrecherche weiterhin wichtig: Knapp der Hälfte der Beiträge liegt Quellenarbeit in Archiven zugrunde, aber auch außerschulische Lernorte wie Museen und Gedenkstätten wurden für die Themensuche und Recherche häufig genutzt. Entsprechend oft gaben die Jugendlichen als Fazit zu Protokoll, dass für ihre Recherchen die Suche im Internet nur bedingt hilfreich sei. »Mit der Teilnahme am Geschichtswettbewerb lernen Schülerinnen und Schüler auch den Umgang mit Quellen und Fakten. Ein wichtiges Rüstzeug im digitalen Zeitalter«, so Woidelko. Und auch die Kreativität fördert der Wettbewerb, wie die Resultate zeigten: Neben schriftlichen Beiträgen wurden auch Videos, Podcasts oder Ausstellungen eingereicht. 

Auszeichnung der besten Beiträge auf Landesebene

Im Sommer 2019 werden die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen von feierlichen Landespreisverleihungen in allen Bundesländern ausgezeichnet. Am 19. November wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die fünf Erstpreisträger auf Bundesebene in Schloss Bellevue in Berlin ehren. 

Materialien zum Download:

  • Übersicht Landesergebnisse für jedes Bundesland
  • Kurztexte zu den Landessiegerarbeiten für jedes Bundesland
  • Wettbewerbsmagazin »spurensuchen« mit der Ausschreibung 
  • Bildmaterial zum Geschichtswettbewerb

Interviewmöglichkeiten (bitte über Carmen Ludwig anfragen)

  • Kontaktvermittlung zu Preisträgern und Tutoren 
  • Interview mit Gabriele Woidelko, Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik

Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 146.500 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

Pressemeldung zum Download (PDF)

Informationen zum Thema:
Körber-Stiftung
Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Carmen Ludwig
Kehrwieder 12
20457 Hamburg
Telefon +49 · 40 · 80 81 92 - 153
Telefax +49 · 40 · 80 81 92 - 302
E-Mail ludwig@koerber-stiftung.de 
www.geschichtswettbewerb.de
facebook.com/Geschichtswettbewerb

to top