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Presse

Meldung

Bundespräsident Steinmeier zeichnet Erstpreisträger aus

Preisverleihung am 22. November in Schloss Bellevue

Katholisch-kommunistische Beziehungen im Nachkriegsitalien, Auswirkungen der Türkenkriege in Münster oder die Wiederentdeckung eines jüdischen Friedhofs: Zu Themen wie diesen haben Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein geforscht, die sich im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten zum Thema »Gott und die Welt. Religion macht Geschichte« für die ersten Preise qualifiziert haben. Die fünf mit je 2.000 Euro dotierten ersten Preise überreicht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch, den 22. November, um 11.00 Uhr in Schloss Bellevue. Auf Bundesebene lobt die Körber-Stiftung insgesamt 50 Preise für die besten der 250 Landessieger aus.

Plädoyer für Toleranz

Beim 25. Geschichtswettbewerb beteiligten sich bundesweit mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche. Viele der 1.639 eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit Ausgrenzung und Verfolgung aufgrund von Religionszugehörigkeit, dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche oder religiösen Traditionen und Bräuchen. Ausgehend von der historischen Analyse stellten die Teilnehmer auch Bezüge zur Gegenwart her: »Die Jugendlichen plädieren dafür, Respekt und Toleranz gegenüber den verschiedenen Glaubensgemeinschaften und Religionen zu üben als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben«, so Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung.

Die fünf Erstpreisträger in der Übersicht:

Federico Cassarà, 12. Klasse, Alfred-Amann-Gymnasium, Bönnigheim, Baden-Württemberg: »Katholisch-kommunistische Beziehungen im Italien der Nachkriegszeit. Zwischen Konflikt und Kompromiss«, Tutorin: Regine Winkle

Carina Ebert, 9. Klasse, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster, Nordrhein-Westfalen: »›Der Erb-Feyndt des christlichen Nahmens der Groß-Türck‹. Auswirkungen der Türkenkriege in Münster und deren Ausdrucksformen zwischen dem 16. Jahrhundert und dem 20. Jahrhundert«, Tutorin: Katy Beck

Till Fischer, Kyra Sepke, Jonna Silber und Lea Zech, 9. Klasse, Christian-Timm-Schule, Rendsburg, Schleswig-Holstein: »Jüdischer Friedhof, Westerrönfeld«,
Tutor: Tim Petersen

Helena Koch 12. Klasse, Gelehrtenschule des Johanneums, Hamburg: »Niemals verzweifeln?! Das Riegner-Telegramm«,
Tutorin: Bettina Fensch

Julius von Stein, 9. Klasse, Gymnasium Steglitz, Berlin:
»Martin Niemöller: Mut zum christlichen Widerstand – Kirchenkampf in Dahlem«, kein Tutor

Über den Geschichtswettbewerb

Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 141.000 Teilnehmern und rund 31.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

Weitere Angebote für Journalisten (bitte über Pressekontakt anfragen)

  • Pressefotos und Videoporträts der fünf Erstpreisträger
  • Die 50 Bundespreisträger in der Übersicht
  • Kurztexte zu den 50 Bundessiegerarbeiten
  • Kontaktvermittlung zu Preisträgern und Tutoren
  • Interview mit Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung

Weitere Informationen und Fotos von der Preisverleihung zum Download am 22. November ab 15 Uhr.

Pressemeldung zum Download (PDF)

Informationen zum Thema:
Körber-Stiftung
Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
Carmen Ludwig
Kehrwieder 12
20457 Hamburg
Telefon +49 · 40 · 80 81 92 - 153
Telefax +49 · 40 · 80 81 92 - 302
E-Mail ludwig@koerber-stiftung.de
www.geschichtswettbewerb.de
facebook.com/Geschichtswettbewerb

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