X
   
Presse

Meldung

Generation 50plus mit Potenzial für soziales Unternehmertum

Aktuelle Umfrage der Körber-Stiftung zeigt: Mehr Menschen möchten im Alter soziales Engagement und Gründung miteinander verbinden. Körber-Stiftung ruft Zugabe-Preis ins Leben.

Im Alter noch einmal etwas Neues starten – das ist für eine beachtliche Anzahl von Menschen über 50 Jahre durchaus eine Option. In einer aktuellen Forsa-Umfrage* im Auftrag der Körber-Stiftung gab dies jeder Dritte der heute 50- bis 75-Jährigen an. Für weitere 44 Prozent käme dies zumindest in Frage. Einen besonderen Anreiz für einen Neubeginn im Alter bieten dabei offensichtlich Aktivitäten im sozialen Bereich: So kann sich die Hälfte der Befragten (48 Prozent) grundsätzlich vorstellen, sich gesellschaftlich zu engagieren und dabei etwas Eigenes zu gründen, zum Beispiel einen Verein, ein Projekt oder eine Stiftung. Eine Unternehmensgründung ist für jeden Fünften denkbar (19 Prozent).

Großes Potenzial, aber kaum Vorbilder

»Die Umfrage zeigt: Menschen über 50 Jahre interessieren sich für gesellschaftlich relevante Themen und zeigen Bereitschaft etwas zu gründen. Und sie bringen das mit, was Unternehmensgründer ausmacht: Lebenserfahrung, Fachwissen, Kompetenzen und Zeit«, erklärt Susanne Kutz, Leiterin des Bereichs Alter und Demografie der Körber-Stiftung.

Doch gerade dieses Potenzial wird nach Einschätzung der Befragten oft nicht genutzt. 88 Prozent sehen ältere Personen und ihr Potenzial, gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken, häufig als unterschätzt an. »Es gibt im Gründungssektor kaum Vorbilder für die Generation 50plus. Insbesondere im Bereich Social Entrepreneurship fehlt eine Start-up-Kultur fürs Alter«, meint Kutz. Von den befragten 50-75-Jährigen, die sich keine Gründung vorstellen können, führen 39 Prozent dies auf die fehlende konkrete Gründungsidee zurück. Jedem Vierten fehlen Informationen über das Gründen. 16 Prozent sind zudem der Meinung, dass Gründen eher etwas für jüngere Generationen ist.

Zugabe-Preis für Menschen ab 60 Jahren

Die Körber-Stiftung möchte für diesen sozialen Unternehmergeist im Alter Vorbilder identifizieren und auszeichnen. Dazu ruft sie einen neuen Preis ins Leben: »Zugabe. Der Preis für soziale Gründer*innen 60plus«. Heute startet mit einem ersten Treffen in der Körber-Stiftung die Ausschreibung für den Gründerpreis. Ein breit aufgestelltes »Search Committee« unterstützt bei der Suche nach Zugabe-Pionieren: Themenexperten und Kenner ihrer Regionen schlagen Menschen für den Preis vor. Eine Jury wählt zehn Finalisten aus, die sich und ihre Gründung im April 2019 persönlich vorstellen dürfen. Am 4. Juni 2019 werden schließlich drei Preisträger mit jeweils 60.000 Euro ausgezeichnet.

»Mit dem Zugabe-Preis würdigt die Körber-Stiftung das Werk von Menschen jenseits der 60, die Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt und Strukturen für deren Umsetzung geschaffen haben. Der Preis soll zudem ein Zeichen setzen, dass es nie zu spät ist, soziale Verantwortung zu übernehmen«, erklärt Kutz. Dabei orientiert sich die Stiftung am Vorbild ihres Gründers Kurt A. Körber, dem sinnstiftendes Handeln für gutes Altern ein besonderes Anliegen war.

* Über die Forsa-Umfrage: Insgesamt wurden 1.521 Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 75 Jahren im Juli 2018 befragt. Da im Mittelpunkt des Interesses die Generation der 50- bis 75-jährigen steht, wurden insgesamt 761 Personen dieser Altersgruppe befragt. Für einige Fragen wurden zudem 760 Personen zwischen 18- und 49-Jahren befragt. Um ein für die gesamte Altersgruppe der 18- bis 75-Jährigen repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurden die Ergebnisse entsprechend den Anteilen der jeweiligen Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung gewichtet.

Materialien zum Download

Infografiken zum Download (PNG)

Pressemeldung zum Download (PDF)

Informationen zum Thema:
Körber-Stiftung
Julian Claaßen
Kehrwieder 12
20457 Hamburg
Telefon +49 · 40 · 80 81 92 - 233
E-Mail claassen@koerber-stiftung.de
www.koerber-stfiftung.de

to top