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Presse

Meldung

Startschuss für Hamburgs neues Lokalmedium

Die Hansestadt bekommt ein neues Nachrichtenangebot: Amal, Hamburg! informiert ab 10. April auf Arabisch und Persisch über lokale Ereignisse. Eine Auftakt-Veranstaltung im KörberForum stellt am selben Abend die Nachrichtenseite und die Menschen dahinter vor. Mit auf dem Podium: Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, Bischöfin Kirsten Fehrs und Ewald Lienen vom FC St. Pauli.

Etwa 50.000 Menschen mit afghanischer, syrischer, iranischer oder irakischer Staatsbürgerschaft leben zurzeit in Hamburg. Mit Amal, Hamburg! erhalten sie ein Nachrichtenangebot, das sie in ihren Muttersprachen über Ereignisse, Entwicklungen und Diskussionen in der Hansestadt auf dem Laufenden hält und ihnen so die Teilhabe am städtischen Leben erleichtert. Das Redaktionsteam von Amal, Hamburg! bilden die afghanische Journalistin Nilab Langar und die Journalisten Ahmad Alrifaee aus Syrien sowie Omid Rezaee aus Iran. Alle drei sind selbst vor wenigen Jahren nach Deutschland geflüchtet. »Nicht offen und frei die Meinung sagen zu können, war für viele Geflüchtete auch ein Grund zu uns zu kommen. Ich freue mich, dass sie mit Amal, Hamburg! nun in der Hamburger Medienlandschaft eine Stimme bekommen«, sagt Hamburgs Senator für Kultur und Medien Carsten Brosda. »Hamburg steht für das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen. Mit Amal, Hamburg! spiegelt sich diese Vielfalt nun auch im Medienangebot der Stadt wider.« Amal, Hamburg! ist eine Kooperation der Evangelischen Journalistenschule und der Körber-Stiftung, unterstützt vom Hamburger Abendblatt und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Bereits seit 2017 ist das Schwesterprojekt Amal, Berlin! online.

Auftakt-Veranstaltung im KörberForum

Zum Start von Amal, Hamburg! wird die neue Nachrichtenseite im KörberForum öffentlich vorgestellt. Nach einem Grußwort von Carsten Brosda berichten die Kooperationspartner des Projekts – Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt in der Körber-Stiftung, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs und der Chefredakteur des Hamburger Abendblatts Lars Haider – über die Motive und Ziele ihrer Unterstützung. Außerdem stellt das Redaktionsteam seine Arbeit vor und beantwortet Publikumsfragen. In einer Podiumsdiskussion tauschen sich anschließend Amal, Hamburg!-Redakteur Omid Rezaee, die deutsch-afghanische Nationalfußballerin Shabnam Ruhin, Ewald Lienen, technischer Direktor des FC St. Pauli, und Mohammad Marfavi, Trainer des Beachsoccer-Teams beim HSV, über Integration im Sport aus.

Hamburg wird bundesweit zweiter Amal!-Standort

Schon im März hat das Redaktionsteam seine Arbeit aufgenommen. Die drei Journalisten haben ihre Schreibtische in der Redaktion des Hamburger Abendblatts. Rezaee, der die Hamburger Redaktion leiten wird, hat zuvor schon für das Berliner Schwesterprojekt Amal, Berlin! gearbeitet, das die Journalistinnen Julia und Cornelia Gerlach 2016 initiiert haben. Dass Amal! nun auch in Hamburg startet, finden die Gründerinnen passend: »Hamburg hat eine große afghanische Gemeinde, aber auch iranische und syrische Communities«, sagt Julia Gerlach. »Außerdem ist Hamburg natürlich ein großer Medienstandort, den unser Projekt nun bereichern kann. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, als die Körber-Stiftung auf uns zukam und vorschlug, Amal, Hamburg! zu gründen.« Die Gerlachs koordinieren auch die Hamburger Amal-Redaktion und sprechen zum Beispiel bei der Themenplanung mit. »Amal, Hamburg! schließt eine Lücke bei der bisherigen Informationsversorgung der Arabisch und Persisch sprechenden Menschen über Kultur, Politik und Gesellschaft der Stadt«, sagt Sven Tetzlaff.

Informationen als Basis einer demokratischen Gesellschaft

Wie Amal, Berlin! erhält auch das Hamburger Projekt kirchlichen Support. Die Evangelische Journalistenschule trägt die Verantwortung für das Projekt und übernimmt Verwaltung, Weiterbildung und den Betrieb der Amal!-Webseiten. »Ich bin froh, dass die Evangelische Journalistenschule das Projekt betreibt und so Talente fördert – das ist Integration. Die Evangelische Kirche in Deutschland legt so mit anderen eine finanzielle Grundlage für ein wichtiges Standbein der Demokratie: Information«, erklärt Kirsten Fehrs, Bischöfin der Nordkirche. Dabei gehe es auch um Presse- und Religionsfreiheit, betont Fehrs.

Starthilfe für das Leben im Exil

Die Körber-Stiftung unterstützt Amal, Hamburg! im Rahmen ihres Arbeitsschwerpunkts »Neues Leben im Exil«. Mit der Nachrichtenseite möchte sie einen ersten Impuls geben, um bei Geflüchteten das Interesse am Leben in der Hansestadt zu wecken, und sie zu motivieren, mitzureden und mitzugestalten. Zudem möchte die Stiftung den Austausch zwischen zugewanderten Menschen und der Hamburger Bevölkerung fördern, auch über Amal hinaus. »Wir werden die Themen der Zielgruppen von Amal, Hamburg! auch in Zukunft immer wieder in eigenen Veranstaltungen im KörberForum vertiefen und so den Zusammenhalt stärken«, kündigt Sven Tetzlaff an.

Auftakt-Veranstaltung zu Amal, Hamburg

Mittwoch, 10. April 2019, 19 Uhr
KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg
weitere Informationen

Einladung an die Medien

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Bitte schicken Sie dazu eine E-Mail an Andrea Bayerlein (bayerlein@koerber-stiftung.de, 040/ 80 81 92-177).

Materialien zu Amal, Hamburg!

  • Hintergrundtext
  • Kurzbiografien der Redakteure
  • Fotos der Redakteure
  • Logo von Amal, Hamburg!

Download unter www.koerber-stiftung.de/amal-hamburg/presse-downloads

Weitere Angebote für Journalisten

Gerne stehen Ihnen die Redakteure und Kooperationspartner von Amal, Hamburg! für Interviews zur Verfügung. Wenden Sie sich bei Interesse gerne an Andrea Bayerlein.

Weitere Informationen (ab 10. April): www.amalhamburg.de

Pressemeldung zum Download (PDF)

Informationen zum Thema:
Körber-Stiftung
Fokusthema »Neues Leben im Exil«
Andrea Bayerlein
Kehrwieder 12
20457 Hamburg
Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 177
E-Mail bayerlein@koerber-stiftung.de
www.koerber-stiftung.de
Twitter @KoerberLBG
Instagram @gesichterdesexils

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