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Wenn Töten zum Spiel wird

Deutscher Studienpreis vor Ort / Diskussion an der HU Berlin: Wie umgehen mit Killerspielen, Gamern und ihrem Vergnügen an virtueller Gewalt?

Nach Amokläufen und Terrorattacken wird mittlerweile immer häufiger die Frage gestellt, ob »Killerspiele« dabei eine Rolle spielten – so wie jüngst beim rechtsradikalen Anschlag in Halle. Inspirieren Videospiele wie Counterstrike oder Battlefield Jugendliche und auch Erwachsene tatsächlich zu Gewalttaten, oder ist das nur ein Klischee? Was fasziniert so viele an der virtuellen Gewalt? Und könnten tatsächlich Verbote oder auch eine stärkere Überwachung der Gamer-Szene Abhilfe schaffen?

Um das kontroverse Thema um eine wissenschaftliche Perspektive zu bereichern, laden die Körber-Stiftung, die Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD) und die Humboldt-Universität zu Berlin alle Interessierten zur Diskussionsveranstaltung »Killerspiele als komplexes Vergnügen« ein – am Dienstag, 12. November 2019, um 19 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6 in 10999 Berlin. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Forschungsarbeit von Jun.-Prof. Dr. Christoph Bareither, Träger des Deutschen Studienpreises. Der Berliner Medienanthropologe beschäftigte sich im Zuge seiner Promotion mit den Motivationen und emotionalen Erfahrungen von Gamern: Was fasziniert Millionen von Menschen an gewalttätigen Computerspielen, welche Risiken bestehen, und wo sollten Grenzen gesetzt werden?

Bareither diskutiert darüber mit Elisabeth Secker, Geschäftsführerin der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), dem Videospiel-YouTuber Fabian Siegismund vom Kanal »Battle Bros« und Margit Stumpp, Sprecherin für Medien- und Bildungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Der Abend wird moderiert vom Wissenschaftsjournalisten Dr. Jan-Martin Wiarda.

Der heute an der Humboldt-Universität lehrende Juniorprofessor Dr. Christoph Bareither wurde 2016 mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichnet, einem Preis, den die Körber-Stiftung jährlich an herausragende Promovierende vergibt. Dabei zählt neben der fachlichen Qualität ihrer Doktorarbeiten vor allem die gesellschaftliche Relevanz ihrer Forschungsbefunde. Die Reihe »Deutscher Studienpreis vor Ort« findet in Kooperation mit Wissenschaft im Dialog statt, der gemeinnützigen Organisation für Wissenschaftskommunikation in Deutschland.

Weitere Informationen:
www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/deutscher-studienpreis-vor-ort/
www.studienpreis.de

Ihre Ansprechpartner/in bei Wissenschaft im Dialog (WiD):

Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dorothee Menhart
Tel.: 030 2062295-55
dorothee.menhart@w-i-d.de

Projektleitung
Martin Gora
Tel.: 030 2062295-61
martin.gora@w-i-d.de

Pressemeldung zum Download (PDF)

Wissenschaft im Dialog – die Initiative der deutschen Wissenschaft
Wissenschaft im Dialog (WiD) möchte bei Menschen aller Altersgruppen und jedes Bildungsstandes Interesse an Forschungsthemen wecken und stärken. Dafür organisiert WiD Diskussionen, Schulprojekte, Ausstellungen und Wettbewerbe rund um Forschung und Wissenschaft – für alle Zielgruppen und in ganz Deutschland. Ziel dabei ist, dass sich möglichst viele Menschen auch mit kontroversen Themen der Forschung auseinandersetzen und an aktuellen Diskussionen beteiligen. Die gemeinnützige Organisation wurde 2000 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Als Partner kamen Stiftungen hinzu. Maßgeblich unterstützt wird WiD vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
www.wissenschaft-im-dialog.de

Körber-Stiftung
Die Körber-Stiftung stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen in den Handlungsfeldern »Innovation«, »Internationale Verständigung« und »Lebendige Bürgergesellschaft«. 1959 von dem Unternehmer Kurt A. Körber ins Leben gerufen, ist die Stiftung heute von ihren Standorten Hamburg und Berlin aus national und international aktiv. Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung jährlich herausragende Promovierte aller Fachrichtungen aus. Neben der fachlichen Qualität der Doktorarbeiten zählt vor allem die gesellschaftliche Relevanz der Forschungsbefunde. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble.
www.koerber-stiftung.de

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