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    Hochschulen im Kampf gegen den Klimawandel

    Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten aus 27 Ländern diskutieren beim Global University Leaders Council Hamburg über die Verantwortung für den Klimaschutz.

    Der Klimawandel und seine Folgen gehören zu den größten Herausforderungen der Weltgemeinschaft. Bislang weniger diskutiert ist das Potenzial von Hochschulen weltweit, zur Bewältigung dieser globalen Aufgabe beizutragen, etwa durch Forschung und Technologieentwicklung.

    Darüber hinaus prägen Hochschulen als Bildungsinstitutionen Studierendengenerationen und beeinflussen somit indirekt Grundhaltungen und das Handeln der Gesellschaft von morgen– ein Aspekt, der angesichts global wachsender Studierendenzahlen an Bedeutung gewinnt.

    Diese und weitere Beiträge der Hochschulen zur Bewältigung des Klimawandels diskutierten 46 Hochschulpräsidentinnen und –präsidenten vom 2. bis 4. Juni im Rahmen des Global University Leaders Council Hamburg: Von der Gestaltung von Curricula und Forschungsprofilen über die energieeffiziente Campusentwicklung bis zum Transfer von Nachhaltigkeitsthemen in die Gesellschaft. Das Council ist eine gemeinsame Initiative der Hochschulrektorenkonferenz, der Körber-Stiftung und der Universität Hamburg.

    Bereits am Vortag des Councils hielt die Nobelpreisträgerin für Wirtschaftswissenschaften Esther Duflo im Rahmen des virtuellen Public Events an der Universität Hamburg eine Keynote über »Good economics for warmer times: How to address our climate change challenges«. Diese wurde am 1. Juni um 16:30 Uhr live auf www.guc-hamburg.de übertragen. 

    Aktuelle Studie untersucht Engagement der Hochschulen gegen den Klimawandel

    Diskussionsgrundlage und wissenschaftliche Basis für das diesjährige Council ist die von der Körber-Stiftung in Auftrag gegebene Studie »Universities facing Climate Change and Sustainability«. Die unter der fachlichen Leitung des Hochschulforschers Tristan McCowan vom University College London durchgeführte Untersuchung zeigt, was Hochschulen bereits zur Bewältigung des Klimawandels beitragen können und welchen Herausforderungen sie dabei begegnen. Dazu haben die Autorinnen und Autoren je zwei Hochschulen in sieben Ländern untersucht: Brasilien, Deutschland, Indien, Japan, Südafrika, Großbritannien, USA.

    In den Fallbeispielen werden die regional teils sehr unterschiedlichen Schwerpunkte der Hochschulen deutlich. Hinderlich für den Klimaschutz erweist sich auf globaler Ebene vor allem die wachsende Ökonomisierung der Hochschulsysteme, die sich auch in den Leistungskriterien der einflussreichen internationalen Hochschulrankings niederschlägt. Tristan McCowan plädiert weiterhin: »Die Hochschulen sollten vermehrt ganzheitliche institutionelle Strategien zur Reduzierung der CO2-Emissionen und letztendlich zur Klimaneutralität formulieren.« Die Autorinnen und Autoren der Studie sprechen sich unter anderem für eine starke und verlässliche öffentliche Finanzierung des Hochschulsektors aus, um gemeinwohlorientierte Aktivitäten wie Maßnahmen für den Klimaschutz zu befördern. Darüber hinaus plädieren sie für stärker differenzierte Hochschulsysteme, in denen auch Hochschulen mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit ihren Platz haben. Auch sollte allen Studierenden unabhängig von der gewählten Studienrichtung Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt werden.

    Die Studie untersucht für Deutschland die Freie Universität Berlin und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Beide Institutionen engagieren sich erfolgreich im Bereich der CO2-Emmission und der Klimaforschung.

    Materialien zum Download

    Die gesamte Studie  auf Englisch und im PDF finden Sie hier.

    Die Executive Summary in der deutschen Übersetzung als PDF finden Sie hier. 

     

     


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