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  • Andreas Geis, Eva Nemela
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    Der demografische Wandel kann nur in Netzwerken gestaltet werden

    »Alle kommunalen Strategien müssen den demografischen Wandel mit bedenken« sagt Andreas Geis, Leiter der lokalen Demografieprojekte bei der Körber-Stiftung. Die Herausforderungen können dabei nicht mehr von Verwaltung oder zivilgesellschaftlichen Akteuren alleine gestaltet werden - es braucht gemeinsame Strategien und kollektives Handeln.

    Mit ihrem Projekt »Engagierte Stadt« begleitet die Körber-Stiftung 50 Kommunen in Deutschland auf diesem Weg. Eva Nemela, die das Programmbüro der Engagierten Stadt leitet, hat die »Engagierte Stadt« im Rahmen der Tagung »Die vernetzte Kommune« vorgestellt.

    »Besonders beeindruckt hat mich, wie groß die Bereitschaft der kommunalen Vertreter war, sich auf neue Formen der Zusammenarbeit einzulassen - sowohl innerhalb der Verwaltung als auch mit Partnern aus der Zivilgesellschaft«, so Nemela. Flankiert wird dieser Eindruck vom Plädoyer von  Professor Dr. Adalbert Evers, CSI Heidelberg. Er ermutigte die gut 100 Teilnehmer, nicht nur bestehende Strukturen zu nutzen und etablierte Partner in Netzwerke einzubinden. Auch die für das Management von Netzwerken notwendigen Kompetenzen müssen ausgebildet und befördert werden.

    Nemela: »Das Programm 'Engagierte Stadt' ermöglicht uns eine enge Begleitung der Städte, die sich zusammen mit Politik und Verwaltung auf den Weg zu lokalen Verantwortungsgemeinschaften für Bürgerschaftliches Engagement machen wollen. Dabei teilen die Städte ihre Erfahrungen und lokale best practice nicht nur untereinander, sondern auch für alle Interessierten auf der Projekthomepage unter www.engagiertestadt.de. Was aus gelingenden Netzwerken entstehen kann, zeigt das Beispiel der Engagierten Stadt Flensburg: Aus einer einzelnen Initiative entstanden und gemeinsam umgesetzt, parken Engagierte dort nun kostenlos.«

    Andreas Geis ergänzt: »Projekte quer zur Linie der Verwaltung erfordern Mut - die Querschnittsaufgaben, denen wir uns in Zukunft lokal werden stellen müssen, lassen uns aber keine andere Möglichkeit, als schon heute alle Formen der Kooperation einzuüben. Je genauer wir die Ziele beschreiben können, desto bereitwilliger finden sich Mitstreiterinnen und Mitstreiter.«

    Mehr zum Thema Kooperation quer zur Linie der Verwaltung lesen Sie auch im Interview mit Susanne Jungkunz, Stadt Oldenburg.


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