+
Programme > Lebendige Bürgergesellschaft
   
Nachrichten-Archiv
  • Die Studierenden Tim Reinhold und Johanna Gandl arbeiteten zusammen mit ihrem Kommilitonen Lukas Even und den beiden Bergedorferinnen Elke Berberich und Elke Klingenberg-Sassenberg seit letztem Jahr ehrenamtlich zusammen.
  • - Meldung

    Gemeinsam gegen Einsamkeit im Alter

    Studierende der Universität Hamburg führten am 23. September 2020 gemeinsam mit engagierten Bergedorferinnen einen Workshop zum Thema Einsamkeit im Haus im Park durch. Zusammen mit dem Publikum erarbeiteten Sie Zugänge, wie jeder gegen Einsamkeit im Alter aktiv werden kann.

    »Jeder kennt jemanden, der einsam ist« – unter diesem Motto fassten Studierende und engagierte Bergedorferinnen bereits 2019 den Entschluss, sich gemeinsam gegen Einsamkeit im Alter engagieren. Das Thema und die Menschen fanden dabei nicht zufällig zueinander, sondern lernten sich bereits während des zweijährigen Forschungsprojektes »Gut alt werden in Bergedorf« kennen. Dabei stellte sich Einsamkeit als ein relevanter Faktor für gutes Altern in Bergedorf heraus. Anstatt sich mit den Erkenntnissen der gemeinsamen Forschungsarbeit zu begnügen, wollte die Gruppe selbst aktiv werden.

    Mit dem Wunsch, einen möglichst niedrigschwelligen Zugang zu finden, der jedermann und -frau aus Bergedorf ermutigt, selbst etwas gegen Einsamkeit zu unternehmen, entwickelte das Team einen halbtätigen Workshop in Kooperation mit der Bergedorf-Bille-Stiftung und der Körber-Stiftung. Darin stand der Austausch der Teilnehmenden untereinander im Fokus: Gemeinsam mit engagierten Expertinnen aus Besuchsdiensten, Nachbarschaftstreffs und Quartiersbotschaftern erarbeiteten sie Aspekte eines sensiblen Umgangs mit dem Thema, Merkmale, an denen man Einsamkeit im Alter erkennt, sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten, um Einsamkeit vorzubeugen. Unterstützt und angeregt wurden die Teilnehmenden dabei durch eine Zusammenfassung des letzten Körber-Demografie-Symposiums zum Thema Einsamkeit von Jonathan Petzold, Programm-Manager im Programm Alter & Kommune der Körber-Stiftung.

    Die Ergebnisse aus der Workshoparbeit wurden am Ende des Nachmittags im Plenum vorgestellt und diskutiert. Nicht nur mehr gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit für Alterseinsamkeit wünschen sich die Beteiligten; ebenso bedarf es mehr konkreter Projekte zum Thema, vor allem mit der Beteiligung verschiedener Generationen. Während die Rolle von freiwilligem Engagement zum Beispiel bei Besuchsdiensten eine entscheidende Rolle zukomme, um ältere und hochaltrige Menschen vor der Einsamkeit zu bewahren, könne jede/r durch Achtsamkeit in seinem persönlichen Lebensumfeld etwas beitragen. Gerade in Zeiten von Corona wirke regelmäßiger Kontakt zu älteren Menschen im eigenen Umfeld etwa per Telefon oder Brief präventiv gegen Einsamkeit. Aber auch kleine Gesten, wie ein freundliches Lächeln oder ein kurzer Klönschnack mit dem Nachbarn könne eine Einladung für einsame Menschen sein, anderen offen zu begegnen und mehr gesellschaftliche Teilhabe zu erfahren.

    Die Ergebnisse des Workshops stellt das Team aus Studierenden allen Teilnehmenden als kleinen Leitfaden zur Verfügung. Wer selbst Lust hat, sich für mehr gesellschaftliche Teilhabe und ein gutes Altern zu engagieren, kann sich in unterschiedlichen Formen im Haus im Park engagieren. Mehr dazu lesen Sie hier.


    to top