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Lebendige Bürgergesellschaft

Meldung

Appell für neue Altersbilder

Sie setzen sich seit Jahren für ein neues Altersbild ein – und stellen sich vehement dagegen, dass in der Corona-Krise nur noch das Bild der schutzbedürftigen Älteren gezeichnet wird. »Das war schon lange grundfalsch«, sagen Margaret Heckel und Barbara Wackernagel-Jacobs, beide Jurorinnen des Zugabe-Preises der Körber-Stiftung.

Was die Filmproduzentin und frühere Gesundheitsministerin des Saarlandes, Barbara Wackernagel-Jacobs, dieser Tage erlebt hat, hat sie erbost: In ihrem Alter wolle man ihr eine Blutspende nicht mehr zumuten. »Zumuten? Ich bin gesund, fit, habe die begehrte Blutgruppe Null und keinerlei Vorerkrankungen«, ärgert sie sich – und weiß sich mit der Journalistin und Autorin Margarete Heckel einig: Das Bild vom Alter und der Umgang mit Älteren sei niemals willkürlich an einem bestimmten kalendarischen Alter festzumachen. Und geradezu verheerend wäre es, »im weiteren Fortgang der Pandemie eine am kalendarischen Alter festzumachende Altersfalle zu konstruieren«, schreiben die beiden Autorinnen auf ihrer Website neue-altersbilder.de.

»Es nie spannender war, älter zu werden«

Margaret Heckel und Barbara Wackernagel-Jacobs streiten auch als Jurorinnen des Zugabe-Preises der Körber-Stiftung für neue Rollenbilder 60plus. Als Autorin der Edition Körber, u.a. von »Die Midlifeboomer«, steht Margaret Heckel dafür, dass »es nie spannender war, älter zu werden«. Und Barbara Wackernagel-Jacobs wirbt mit dem Dokumentarfilm »Sputnik Moment« für die große Chance gewonnener Lebensjahrzehnte.

Den Diskurs um eine diskriminierende Sicht auf Ältere als  bloße »Risikogruppe« in der Corona-Pandemie hatten zuletzt auch Karin Haist und Susanne Kutz von der Körber-Stiftung auf stern.de befördert.

 


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