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  • Foto: Claudia Höhne
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    »Der Tod ist kein Partythema«

    Stell dir vor, morgen ist der letzte Tag deines Lebens. Zu diesem Gedankenexperiment lädt die neue Web-App »Der letzte Tag« der Körber-Stiftung ein. Am 12. Oktober diskutierten die Student:innen des Studiengangs Expressive Arts in Social Transformation der Medical School Hamburg im Rahmen der Hamburger Hospizwoche über die App.

    Das Entwicklungsteams aus Körber-Stiftung und der Hamburger Agentur hello nasty stellten Der letzte Tag vor und berichteten über den Prozess der Realisierung. Die junge Sterbebegleiterin Johanna Klug schaffte mit ihren Erfahrungen einen Kontext.

    Meine letzte Mahlzeit – banal oder bei genauer Betrachtung ein wichtiges Lebensthema und somit auch wichtig in der letzten Lebensphase?

    Mein letzter Song – wen könnte das interessieren?

    Meine letzten Worte – will ich diese überhaupt teilen?

    Die Student:innen brachten dabei neue Ideen ein, hinterfragten Nutzer:innen-Interessen und zeigten sich auch durchaus kritisch.

    »Der Tod ist kein Partythema«, hieß es da zum Beispiel von einer Studentin, und »Vieles bleibt beim Thema Tod ja doch unbeantwortet...«

    Wie aber erreicht man Menschen, die die Auseinandersetzung scheuen, wie kann man zeigen, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Ende nicht bedrückend sein muss?

    »Der letzte Tag« möchte genau das ermöglichen. Mit einem spielerischen Ansatz kann der letzte Tag gestaltet und Wünsche und Gedanken können mit anderen Menschen geteilt werden.

    »Für mich war die App wie ein Brennglas, … weil sich alles auf den letzten Tag zuspitzt«, meinte ein Student und stellte fest: »Es erhöht irgendwie Lebensintensität, wenn man sich der eigenen Endlichkeit bewusst ist, und man eröffnet damit Räume.«


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