+
Programme > Lebendige Bürgergesellschaft
  • Sven Tetzlaff und Hannes Hasenpatt beim Forum Offene Stadt 2020 (Foto: Claudia Höhne)
  • Internationale Paneldiskussion mit Katharina Meyer, Bianca Wylie, Aik van Eemeren und Martin Brynskov (Foto: Claudia Höhne)
  • - Meldung

    Die Zukunft der Stadt – jetzt Keynote von Bianca Wylie und Sessions hören und sehen

    Das Forum Offene Stadt, die Fachkonferenz für Open Data und Open Government in Deutschland, fand am 6. November 2020 zum vierten Mal in Folge statt – erstmalig als Digitalveranstaltung mit Livestream und Zoom-Workshops.

    Insgesamt wurde die Konferenz im Livestream über 400 Mal aufgerufen. Die Begrüßung, die Keynote von Bianca Wylie sowie die anschließenden Paneldiskussionen können nun auch online hier angesehen werden.  

    Die Körber-Stiftung und Code for Germany, ein Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland, laden jedes Jahr Macherinnen und Macher aus Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zum Wissens- und Erfahrungsaustausch ein. In diesem Jahr richtete das Forum Offene Stadt seinen thematischen Fokus auf die Frage, wie die Stadt der Zukunft partizipativ, digital und nachhaltig gestaltet werden kann. Im Kontext von aktuellen Herausforderungen wie der Corona- und Klimakrise standen hierbei insbesondere die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Bedarfe und Hürden von Stadtverwaltungen bei der Umsetzung von Open Data und Open Government und die Krisenbeständigkeit von Städten im Mittelpunkt.

    Eröffnet wurde die digitale Fachkonferenz von Bianca Wylie, Gründerin des Open Data Institute Toronto, mit einer Keynote zum Thema »The Democratic Challenge of Technology: Growing Politics of Collective Care in Our Cities«. Wylie betonte, dass Open Data und Transparenz nicht ausreichen. Die aktuelle Herausforderung bestehe darin, noch offener und deutlicher zu kommunizieren wie Entscheidungen in Verwaltungen getroffen werden, denn »Democracy is built on accountability, democracy is built on explaining how decisions are made.« Damit einhergehen müsse der Fokus auf dem Zusammenspiel von Staat, Privatwirtschaft und Öffentlichkeit liegen. Es müssen Regeln, Werte und Normen laut Wylie neu definiert werden. 

    In der anschließenden international besetzten Paneldiskussion diskutierten Bianca Wylie, Aik van Eemeren, Leiter des Bereichs Public Tech der Stadt Amsterdam, und Martin Brynskov, Professor an der Universität Aarhus und Vorstand der globalen Initiative Open & Agile Smart Cities, über effektive Best-Practice-Beispiele von Open Government. Im Weiteren gab Niklas Maak, FAZ-Redakteur und Gastprofessor für Architekturgeschichte, mit der Vorstellung seines neuen Romans »Technophoria« und einer kurzen Lesung einen kulturellen Denkanstoß für die Konferenz. Die erste Tageshälfte, die als Livestream zugänglich gemacht wurde, schloss mit einer Paneldiskussion ab, die das digitale Krisenmanagement deutscher Stadtverwaltungen in den Blick nahm. 

    Im zweiten Konferenzteil, der ausschließlich über Zoom stattfand, hatten rund 80 Teilnehmende die Möglichkeit, an Workshops zu offenen Daten und Lizenzen, Projektvorstellungen und Kleingruppen-Diskussionen teilzunehmen, von Best Practice-Beispielen zu lernen und miteinander ins fachliche Gespräch zu kommen. 

    »Es ist wichtig, dass es in Deutschland einen Ort gibt, an dem sich Akteure aus der engagierten Zivilgesellschaft mit Angehörigen der Verwaltungen und auch der Politik darüber austauschen können, wie eine digitalisierte öffentliche Infrastruktur den Interessen von Bürgerinnen und Bürgern dienen kann. Wir freuen uns, dass wir diesen Ort, trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund der notwendigen öffentlichen Einschränkungen, in digitaler Form bereitstellen konnten«, so Hannes Hasenpatt, Programmleiter für Demokratieprojekte bei der Körber-Stiftung.

    Falls Sie das Forum Offene Stadt 2020 verpasst haben sollten, können Sie hier die Begrüßung, die Keynote und die Paneldiskussionen online ansehen. Auf der Webseite finden Sie zudem auch im Nachgang detaillierte Informationen zur Konferenz, zum Programm und zu den Panelgästen und Workshop-Gebenden.


    to top