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  • Die Tage des Exils 2021 stehen unter der Schirmherrschaft der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi (Foto: Getty Images)
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    Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi eröffnet die Tage des Exils

    Vom 6. April bis zum 7. Mai lädt die Körber-Stiftung dazu ein, historische und aktuelle Perspektiven von Flucht und Exil kennenzulernen. Die vierten Tage des Exils stehen unter der Schirmherrschaft der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi.

    Die iranische Juristin lebt seit 2009 im britischen Exil und wird am 6. April gemeinsam mit der Körber-Stiftung das fünfwöchige Programm eröffnen, dessen Veranstaltungen in vielen Fällen digital verfügbar sind.

    Das Programm bringt rund 60 Partnerinnen und Partner zusammen, darunter Hamburger Kultur- und Bildungsinstitutionen, die Zivil- und die Stadtgesellschaft. Alle eint das Ziel, auf Schicksale und Chancen des Lebens im Exil aufmerksam zu machen. »Die Tage des Exils erinnern zum einen an den Zivilisationsbruch der Naziherrschaft und den Exodus des Geisteslebens aus Deutschland und zum anderen an die großen Fluchtbewegungen heute und Hamburg als sicherem Hafen des Exils«, sagt Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt bei der Körber-Stiftung. »Das Veranstaltungsprogramm regt zur Verständigung zwischen Neu- und Altbürgern an und trägt so dazu bei, dass unsere Stadtgesellschaft ein wenig näher zusammenrückt.«

    Mit der großen perspektivischen Vielfalt geht bei den Tagen des Exils auch eine Vielzahl an Formaten einher. Erstmals werden – aufgrund der Corona-Pandemie – mehr als 30 Veranstaltungen online stattfinden. Digitale Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Livestreams, Online-Diskussionen und Stadtrundgänge haben zum Ziel, die Brücke zwischen der Lebenssituation von heute Exilierten und den vor dem NS-Regime Geflüchteten zu schlagen und somit Impulse für den gesellschaftlichen Dialog zu setzen. Highlights des diesjährigen Programms sind beispielsweise die Rede und das Konzert zum Exil mit der afghanischen Unternehmerin und Aktivistin Zohre Esmaeli und dem iranischen Musiker Majid Derakhshani am 26. April sowie die Veranstaltung »Nicht mit uns!« mit zwei Stipendiatinnen der Hamburger Stiftung für politische Verfolgte und Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, die sich an Schülerinnen und Schüler richtet.

    Das gesamte Programm ist hier abrufbar. Das Programmheft steht Ihnen außerdem hier als PDF zur Verfügung.

    Die »Tage des Exils« sind ein Veranstaltungsprogramm im Handlungsfeld »Lebendige Bürgergesellschaft« der Körber-Stiftung und werden in Kooperation mit der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung organisiert.


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