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Lebendige Bürgergesellschaft

Meldung

Strategien gegen Einsamkeit

»Das Thema gehört auf die Wahlplakate« sagt der Arnsberger Regierungspräsident Hans-Josef Vogel zur Studie über Einsamkeit im Alter von Körber-Stiftung und dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Mit ihren Empfehlungen für Kommunen, Strategien gegen die Einsamkeit älterer Menschen zu entwickeln, wird sie rege nachgefragt.

Die Körber-Broschüre »(Gem)einsame Stadt. Kommunen gegen soziale Isolation im Alter«, ist in der Publikationsreihe »Spotlight Demografie« erschienen. Sie liefert Fakten und demografische Trends zur Einsamkeit älterer Menschen. So werden etwa die steigende Altersarmut, Infrastrukturabbau in ländlichen Räumen und die Zunahme alleinlebender Älterer künftig Einsamkeit verstärken. Aber es zeichnen sich auch demografische Entwicklungen ab, die die Einsamkeit eher mildern werden: Die nächsten Altersgenerationen, insbesondere die Babyboomer, sind gegen viele Risikofaktoren für Einsamkeit gewappnet. Sie sind gesünder, besser gebildet, engagierter und digital mobiler.

Einsamkeit im Alter verursacht auch Kosten: Einsame Menschen haben eine um etwa 40 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, dement zu werden. Um Einsamkeit zu mindern, können vor allem Kommunen aktiv werden: Sie können gemeinschaftliches Wohnen fördern, öffentliche Treffpunkte und gute Mobilitätsangebote schaffen oder Angebote für Ältere umbauen: Warum nicht »Oma auf Rädern« statt »Essen auf Rädern«?

Die Broschüre der Körber-Stiftung mit vielen Empfehlungen gegen Einsamkeit wird rege nachgefragt – fast 2.300 Exemplare wurden schon bestellt, u.a. von kommunalen Verwaltungen, Landratsämtern, Bürgermeistern und Stadträten, aber auch zivilgesellschaftlichen oder kirchliche Einrichtungen. Mit der Studie wird vor Ort gearbeitet: Am 19. Februar lud der Evangelische Kirchenkreis Hamburg für seinen Konvent Karin Haist, Leiterin der Projekte demografische Zukunftschancen in der Körber-Stiftung, zu einem Impuls »Gemeinsame Stadt – Einsamkeit und soziale Isolation«. Und am 25. März wird Tanja Kiziak, die stellvertretende Geschäftsführerin des Berlin-Instituts, die Befunde, Trends und Empfehlungen rund um das Thema kommunale Einsamkeit auf der Tagung »Gesundheit im Alter durch gesellschaftliche Teilhabe« der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern in München vorstellen.

Die Broschüre »(Gem)einsame Stadt? Kommunen gegen soziale Isolation im Alter« kann kostenfrei bestellt werden unter demografie@koerber-stiftung.de

Studie als PDF

 


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