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Lebendige Bürgergesellschaft

Meldung

Valentinsgrüße gegen Einsamkeit in Bergedorf

Ehrenamtlich Engagierte vom Besuchsdienst des Haus im Park der Körber-Stiftung sowie vier weiterer Organisationen in Hamburg-Bergedorf verschenken zum Valentinstag vor Ort Grußkarten. Zum Tag der Liebe wollen sie damit auf Einsamkeit im Alter aufmerksam machen.

»Wir sorgen das ganze Jahr für ein gutes gesellschaftliches Miteinander!« – so lautet das Motto der Engagierten, die am 14. Februar an mehreren Orten der Bergedorfer Innenstadt unterwegs sind. In ihrem Gepäck haben die Ehrenamtlichen Grußkarten mit Schokoherzen, die sie den Menschen an diesem Tag mitgeben wollen. Die Botschaft darauf: Geben Sie diesen Valentinsgruß einem Menschen, der Ihnen am Herzen liegt

Mit der Aktion wollen fünf Besuchsdienste aus Bergedorf gemeinsam auf ihr Engagement gegen Einsamkeit und für ein gutes Altern aufmerksam machen. Neben dem Besuchsdienst des Haus im Park nehmen die AWO mit ihrem Projekt »Vertrauen im Alter«, »SeniorPartner« der Diakonie, die Landfrauen für Senioren sowie »Zeit zu Zweit« vom Kirchspiel Bergedorf teil. Das Konzept der Besuchsdienste ist dabei denkbar einfach: Ehrenamtlich Engagierte besuchen in der Regel einmal in der Woche eine Person, die ihr Zuhause nicht mehr oder nur mit Hilfe verlassen kann. Damit sie durch eingeschränkte Mobilität nicht vereinsamen, schaffen die Besuche sozialen Austausch und schenken Aufmerksamkeit und Abwechslung. Damit die Besuche gelingen und beidseitig für ein gutes Miteinander sorgen, werden die Tandems aus Engagierten und Besuchten von den ausgebildeten Leitungen der Projekte behutsam zueinander geführt. Außerdem erhalten die Engagierten verschiedene Fortbildungen zu Kommunikation und Umgang. Dies gilt auch für das neue Format des Besuchsdienstes vom Haus im Park: Die »Bergedorfer Strippe«. Sie bietet eine Alternative zum Besuch vor Ort und vernetzt Menschen durch regelmäßige Telefonate miteinander.

»Meist braucht es gar nicht mehr, als ein wenig Aufmerksamkeit und Interesse, um ältere Menschen vor der Vereinsamung zu bewahren. Wir wollen mit der Karte zum Valentinstag einen Anlass für Begegnung geben – und zeigen, dass die Bergedorfer Besuchsdienste das ganze Jahr über Aufmerksamkeit, sozialen Austausch und Miteinander stiften«, erklärt Doris Kreinhöfer, Leiterin des Besuchsdienstes vom Haus im Park der Körber-Stiftung

Warum Einsamkeit im Alter ein Thema mit steigender Relevanz ist, verdeutlichte das zehnte Körber Demografie Symposium unter dem Titel »(Gem)einsame Stadt?« im November 2019. Laut der dazu von der Körber-Stiftung und dem Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung veröffentlichten Studie steigt mit der alternden Bevölkerung in Deutschland auch die Einsamkeit ab dem 75. Lebensjahr stark an. Gesundheitliche Probleme, eine sinkende Lebensqualität und eine um 40 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, sind einige der Risiken, die Einsamkeit im Alter mit sich bringt.

Eine Maßnahme, dem entgegen zu wirken, stellt laut der Studie die Förderung sozialer Partizipation etwa durch Engagement dar. Das Haus im Park der Körber-Stiftung schafft deshalb in seinem Programm und durch die Unterstützung von Engagement-Projekten wie dem Besuchsdienst eine Vielzahl an Möglichkeiten des sozialen Austauschs und gesellschaftlicher Teilhabe, um gutes Altern praktisch zu ermöglichen.

 


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