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Innovation

Meldung

Darf der Mensch seine Gene verändern?

Eltern haben den Wunsch, dass ihre Kinder gesund zur Welt kommen. Was wäre, wenn Firmen Gencodes verkaufen würden, die den Nachwuchs mit bestimmten Eigenschaften ausstatten? Ein fiktives Szenario, dass der Wissenschaftsjournalist Rainer Kurlemann in einem interaktiven Veranstaltungsformat beim Sommer des Wissens 2019 vorstellte.

Sein Kollege Alexander Mäder gab als Vertreter einer erdachten Elterninitiative zu bedenken, dass jeder Mensch einzigartig ist und solche Genmanipulationen unnötigen Kontrollwahn und Konkurrenzdruck fördern. Solche Szenarien diskutierten unsere Kooperationspartner, die Zukunftsreporter, mit Schülerinnen und Schülern sowie weiteren interessierten Gästen des Hamburger Wissenschaftsfestivals.

 Gemeinsam und gestützt durch digitale Tools erarbeitete das Plenum mit den Zukunftsreportern unter welchen Umständen die Zukunftsvisionen Realität werden sollten. Dabei wurden die unterschiedlichen Rollen des Staates, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Politik und der Wissenschaft einbezogen. Besonders hinterfragten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Konsequenzen der Szenarien auf die Gesellschaft. Denn wie könnten sportliche Leistungen bewertet werden, wenn einige genetisch gedopt sind? Könnte es ähnlich dem Wohngeld Unterstützungen für Genmanipulationen geben? Oder führen kommerzielle Angebote wie im ersten Szenario dargestellt langfristig zu einer genetischen Elite und damit zu sozialer Fragmentierung? Die digitale Befragung während der Veranstaltung zeigte, dass die Beteiligten nach der Diskussion von Chancen und Risiken eher skeptischer wurden.

Eindrücke der Diskussionsveranstaltung bietet dieses Video.

Die ausführlichen Debatteninhalte haben die Zukunftsreporter in diesem Artikel zusammengefasst.


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