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Umfrage: Gemeinsam oder allein?

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung zu Multilateralismus und internationaler Zusammenarbeit

Klimawandel, Terrorismus, Digitalisierung, Migration – viele der gegenwärtigen Herausforderungen kennen keine Grenzen. Sie zu lösen erfordert, dass die Weltgemeinschaft an einem Strang zieht. Gleichzeitig zeigen sich rund um den Globus Renationalisierungstendenzen, internationale Abkommen werden aufgekündigt, populistische und globalisierungskritische Bewegungen gewinnen an Zulauf, und die Budgets für internationale Organisationen werden gekürzt.

Als global vernetzte Mittelmacht profitiert Deutschland überdurchschnittlich von einer kooperativen und regelbasierten internationalen Ordnung. Nicht zuletzt deshalb hat es sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, multilaterale Strukturen zu stärken und der Erosion des internationalen Systems entgegenzuwirken.

Aber welche Themen erachten die BürgerInnen als drängend? Welche Handlungsrahmen werden zu ihrer Lösung bevorzugt? Sehen Deutsche in der Globalisierung vorwiegend Vor- oder Nachteile? Und wie groß ist die grundsätzliche Unterstützung für multilaterales – also kooperatives und gleichberechtigtes – Handeln? Um diese und andere Fragen zu beantworten, hat die Körber-Stiftung von KANTAR PUBLIC eine repräsentative Umfrage in Deutschland durchführen lassen. In Kooperation mit dem Institut Montaigne wurden ausgewählte Fragen auch in Frankreich – ein enger Partner Deutschlands in der internationalen Politik – gestellt.

Die zentralen Ergebnisse:

Eine überwältigende Mehrheit unterstützt internationale Kooperation, selbst wenn nationale Interessen zunächst zurückgestellt werden müssten. Doch weder der Begriff »Multilateralismus« noch die dazugehörigen internationalen Organisationen sind vielen Deutschen bekannt.

Die Deutschen stehen der Globalisierung mehrheitlich positiv gegenüber. Ein Großteil beobachtet positive Auswirkungen sowohl für Deutschland als auch für sich selbst. Dennoch ist knapp die Hälfte der Befragten der Meinung, dass die Bundesrepublik Kontrolle über ihre Politikgestaltung einbüßt.

Deutsche und französische Befragte sind sich in vielen Dingen einig – aber nicht in allen. Ein wichtiger Unterschied: Unterstützung für die Europäische Union ist in Deutschland wesentlich stärker ausgeprägt als in Frankreich.

Der Klimawandel wird von der deutschen und französischen Bevölkerung als drängendste Herausforderung gesehen. Terrorismus, kriegerische Konflikte, Cyber-Bedrohungen, aber auch Migration spielen eine wesentlich geringere Rolle.

Über die Umfrage
In einer repräsentativen Umfrage befragten das Meinungsforschungsinstitut KANTAR PUBLIC Deutschland 1000 Personen; KANTAR PUBLIC France im Auftrag von Institut Montaigne 1020 Personen, jeweils Wahlberechtigte ab 18 Jahren im Zeitraum zwischen dem 1. bis 15. April 2019.

Infografiken

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  • Fotogalerie – Umfrage-Launch, 12. Juni 2019

    Fotos: Marc Darchinger

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  • Umfrage-Launch mit Bundesaußenminister Heiko Maas am 12. Juni 2019


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